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Bayern-Torhüter Sven Ulreich:"Ich kann es mir nicht erklären"

  • Bayern-Torhüter Sven Ulreich entschuldigt sich via Instagram für seinen Patzer beim 2:2 gegen Real Madrid.
  • Ulreich war vor dem Treffer zum 1:2 durch Karim Benzema am Ball vorbeigerutscht.
  • Nun sagt er: "Wir wollten unbedingt ins Finale und wir haben unser Bestes gegeben und dann passiert mir dieser unnötige Fehler."

Torhüter Sven Ulreich hat sich bei der Mannschaft und den Fans für seinen Patzer beim Halbfinal-Aus des FC Bayern in der Champions League entschuldigt. "Es tut mir leid... für mein Team und für euch Fans", schrieb der 29-Jährige am Mittwoch auf Instagram: "Wir wollten unbedingt ins Finale und wir haben unser Bestes gegeben und dann passiert mir dieser unnötige Fehler. Ich kann es mir nicht erklären."

Durch das 2:2 (1:1) im Halbfinal-Rückspiel bei Titelverteidiger Real Madrid hatten die Münchner den Einzug ins Königsklassen-Endspiel verpasst. Ulreich war vor dem Treffer der Gastgeber zum 1:2 durch Karim Benzema am Ball vorbeigerutscht, nachdem Corentin Tolisso ihn mit einem Rückpass in Bedrängnis gebracht hatte.

"Wir müssen die Schuld nicht beim Torwart suchen"

Eine "komödiantische Einlage", wie die spanische Zeitung AS spottete. Ulreich hatte nach dem Spiel erst einsam auf dem Rasen im Bernabéu gesessen, war danach ohne ein Wort in die Kabine gegangen. "Worte können nicht beschreiben, wie enttäuscht ich über das Ausscheiden in der CL bin", schrieb der Vertreter von Nationaltorhüter Manuel Neuer nun.

Vorwürfe aus dem Kreis der Mannschaft gab es ohnehin nicht. "Wir müssen die Schuld nicht beim Torwart suchen", sagte der Kolumbianer James. Auch Trainer Jupp Heynckes, der in den vergangenen Wochen immer wieder die "super Entwicklung" von Ulreich herausgestellt hatte, wollte keine Kritik üben.

Zum einen sei der Rückpass von Tolisso "unnötig" gewesen, sagte Heynckes. Und Ulreich, "der eine ganz tolle Saison gespielt hat", habe eben "einen Blackout gehabt. Er wollte den Ball mit den Händen aufnehmen und hat dann gemerkt, das geht ja gar nicht. Dann ist er konfus geworden. Das ist sehr bitter für den Spieler und meine Mannschaft".

© SZ.de/dpa/sid/ebc/fued

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