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Basketball in der NBA:Schröder verliert, Wagner debütiert als Starter

Die Deutschen müssen in der US-Profiliga durch eine schwierige Phase. Die deutschen Handballer haben eine schwierige Olympia-Gruppe erwischt.

Meldungen im Überblick

Basketball, NBA: Das kleine Zwischenhoch der Lakers in Abwesenheit der Top-Leute LeBron James und Anthony Davis ist wieder vorbei. Nach zuletzt zwei Siegen kassierte der von Dennis Schröder angeführte NBA-Titelverteidiger gegen Milwaukee ein 97:112. Neuzugang Andre Drummond gab sein Debüt, musste die Partie aber nach weniger als 15 Minuten mit einer Verletzung am Zeh beenden. Schröder mühte sich wie schon zuletzt, hatte in vielen Situationen aber kein Spielglück und traf nur schwache 33,3 Prozent seiner 18 Würfe. Am Ende kam er dennoch auf 17 Punkte, acht Vorlagen und drei Rebounds. Das Debüt von Moritz Wagner in der Startaufstellung der Boston Celtics verlief unbefriedigend. Bei der 108:113-Heimniederlage gegen die Mavericks um Maxi Kleber kam Wagner in knapp 16 Minuten Einsatzzeit auf zwei Punkte, vier Rebounds und zwei Vorlagen.

"Wagner in die Startaufstellung zu werfen war nicht fair ihm gegenüber", sagte Celtics-Trainer Brad Stevens und kritisierte seine strauchelnde Mannschaft hart. "Das war nicht gut genug von unserer Seite. Wir müssen besser spielen." Wagner war vergangene Woche erst zum Team gekommen und davor bei den Washington Wizards. "Ich denke, er hat es gut gemacht", sagte Stevens, der die Neuzugänge von seiner Grundsatzkritik ausnahm. Auch Daniel Theis kassierte im zweiten Spiel für die Chicago Bulls eine Niederlage, gegen das Top-Team der Phoenix Suns gab es ein 116:121. Theis, der noch bis Donnerstag bei den Celtics war, kam erneut von der Bank und spielte knapp 20 Minuten. Er kam auf sechs Punkte, fünf Rebounds und zwei Vorlagen.

Handball, Olympia: Auftakt gegen Europameister Spanien, Höchstschwierigkeit gegen Rekordweltmeister Frankreich: Die deutschen Handballer haben bei der Auslosung für die Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) eine herausfordernde Gruppe A erwischt. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft auch noch auf Norwegen, Brasilien und Argentinien. Die besten vier Mannschaften der beiden Parallelstaffeln qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes(DHB), zeigte sich zufrieden. "Ich hatte auf eine so starke Gruppe gehofft", sagte der 53-Jährige: "Unser Weg zu einer Medaille ist so vielleicht einfacher." Gislason sieht die deutsche Gruppe "einen Hauch stärker", wie der Isländer in einer ersten Einschätzung sagte: "Zu Norwegen, Frankreich und Spanien muss man nicht viel sagen - wir haben sehr etablierte Mannschaften als Gegner", sagte Gislason: "Dass wir Spanien im Auftaktspiel haben, ist fast egal. Wir nehmen es so, wie es kommt, und freuen uns auf die Aufgabe."

In der Gruppe B messen sich der amtierende Olympiasieger Dänemark, Schweden, Portugal, Japan, Ägypten und Bahrain. Start des Turniers ist am 24. Juli, die Medaillenspiele finden am 7. August statt. Die Partien werden im Yoyogi National Stadium in Tokio ausgetragen. Bei den Olympischen Spiel in Rio 2016 hatte Deutschland die Bronzemedaille gewonnen. Die deutsche Mannschaft hatte im März beim Qualifikationsturnier in Berlin souverän ihr Ticket gelöst. Die Weltmeisterschaft in Ägypten im Januar hatte die DHB-Auswahl personell gebeutelt auf einem historisch schlechten zwölften Platz beendet.

US-Sport, Fans: Kurz vor dem Saisonstart in der Major League Baseball (MLB) hat US-Präsident Joe Biden eine eindringliche Warnung an den Sport gerichtet. Konkret bezog sich der 78-Jährige auf die Texas Rangers, die am Donnerstag im Globe Life Field vor ausverkauftem Haus ihre Saison in der MLB eröffnen wollen. "Nun, das ist eine Entscheidung, die sie getroffen haben. Ich denke, es ist ein Fehler", sagte Biden in einem ESPN-Interview: "Sie sollten auf Dr. Anthony Fauci, die Wissenschaftler und die Experten hören. Ich denke, es ist nicht verantwortungsvoll." Auch die National Football League (NFL) hatte Anfang der Woche mitgeteilt, ihre Spiele mit Beginn der neuen Saison im September ohne Zuschauerrestriktionen austragen zu wollen.

"Sie sehen, was jetzt in Europa passiert, nachdem sie die Auflagen aufgehoben haben. Ich weiß nicht, warum wir nicht einfach der Wissenschaft folgen und das besiegen," erklärte Biden weiter. Der Politiker hatte am Montag von einem "Rennen um Leben und Tod" mit dem Coronavirus gesprochen und vor voreiligen Lockerungen gewarnt. Die US-Bundesstaaten entscheiden selbst über Öffnungsschritte, Texas hatte diesbezügliche Einschränkungen Anfang März aufgehoben. Für die Fans gilt Maskenpflicht in den Stadien, außerdem müssen sie entweder einen Impfnachweis oder einen negativen Coronatest vorzeigen, der nicht älter als 72 Stunden ist. In den USA wurden bereits über 114 Millionen Impfdosen verabreicht, mehr als in jedem anderen Land. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochabend bei 141.

Fußball, Frauen: Der VfL Wolfsburg hat den Einzug ins Halbfinale der Champions League klar verpasst. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea unterlag der zweimalige Titelträger und Vorjahresfinalist in Budapest 0:3 (0:2) und schied nach dem unglücklichen 1:2 in der Vorwoche aus. Wie im Hinspiel traf Ex-Wölfin Pernille Harder. Die dänische Angreiferin legte mit einem verwandelten Foulelfmeter (27.) den Grundstein zum erneuten Erfolg der abgeklärten Blues, zuvor hatte Nationalspielerin Sara Doorsoun im Strafraum Sam Kerr zu Fall gebracht. Die Star-Stürmerin aus Australien (32.) und Fran Kirby (81.) erhöhten für das Team um die deutschen Nationalspielerinnen Melanie Leupolz und Ann-Katrin Berger.

Gegner in der Vorschlussrunde Ende April könnte Bayern München sein. Der Bundesliga-Tabellenführer bestreitet am Donnerstag (19.00 Uhr/Sport1) sein Viertelfinal-Rückspiel beim schwedischen Rekordmeister FC Rosengard. Die Aussichten sind glänzend, das Hinspiel gewann der FC Bayern souverän mit 3:0. Der VfL muss den Frust schnell abschütteln. Am Ostersonntag (14.00 Uhr/ARD) steht mit dem Halbfinalkracher im DFB-Pokal gegen die Bayern gleich die nächste Titelchance auf dem Spiel.

Bundesliga, Bayer Leverkusen: Rudi Völler wird seinen 2022 auslaufenden Vertrag als Geschäftsführer von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen nicht verlängern. "An Weihnachten habe ich das Thema mit meiner Frau Sabrina besprochen. Seitdem steht fest: 2022 ist für mich Schluss", sagte der 60-Jährige der Sportbild. Für Völler sei es "der richtige Zeitpunkt, weil der Verein grundsätzlich gut aufgestellt ist." Trotz der Ergebniskrise in der Bundesliga zuletzt. Völler selbst brauche nach den Jahren in der ersten Reihe "sicherlich erstmal ein bisschen Abstand", schloss aber nicht aus, dass er in einer anderen Funktion zu der Werkself zurückkehre.

Auf seine Zeit als Geschäftsführer blickt Völler kritisch zurück. Vor allem der fehlende Titel wurmt den ehemaligen Nationalspieler. Für Leverkusen sei es zu wenig gewesen "im DFB-Pokal nur zweimal das Finale erreicht und verloren zu haben - 2009 gegen Werder Bremen und 2020 gegen Bayern München." In der laufenden Saison steht für Leverkusen aufgrund der Ergebniskrise sogar die Teilnahme an der Europa League auf dem Spiel. Laut Völler hängt für Leverkusen vom europäischen Wettbewerb "sehr viel ab. Wenn wir das nicht schaffen sollten, ist es nicht garantiert, dass wir alle unsere Spieler behalten." Zudem könnte Bayer auch durch die dann fehlenden Einnahmen nicht die Spieler verpflichten, "die wir brauchen, um uns zu verbessern."

Bundesliga, Schalke 04: Peter Knäbel ist neuer Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. Der 54-Jährige war seit einem Monat interimistisch Gesamtverantwortlicher Sport und wurde nun vom Aufsichtsrat in den Vorstand des Tabellenletzten berufen, wie der Revierclub am Mittwoch mitteilte. Knäbel tritt damit die Nachfolge des am 28. Februar beurlaubten Jochen Schneider an, dessen Aufgaben er zuletzt bereits übernommen hatte.

"Peter Knäbels Arbeit ist geprägt von strategischem Denken und einer klaren Handschrift. Wir haben großes Vertrauen, dass er den Umbau der Lizenzspielerabteilung erfolgreich leiten wird", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Buchta. Für 13.00 Uhr kündigte Schalke eine Pressekonferenz an. Knäbel arbeitete zuvor seit 2018 als Technischer Direktor Nachwuchs und Entwicklung auf Schalke. Zuvor hatte der Ex-Bundesligaprofi unter anderem als Direktor Profifußball für den Hamburger SV sowie als Technischer Direktor für den Schweizer Ex-Meister FC Basel und den Schweizerischen Fußballverband (SFV) gearbeitet.

© SZ.de/sid/dpa/bek
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