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Serie A:Balotelli droht nach rassistischen Beleidigungen mit Spielabbruch

Wurde von Hellas-Fans mehrfach rassistisch beleidigt: Fußballer Mario Balotelli.

(Foto: AP)

Erneuter rassistischer Zwischenfall in der Serie A: Das Spiel wird unterbrochen, doch dann spielt Balotelli weiter - und erzielt sogar den Anschlusstreffer.

Im italienischen Fußball hat es erneut einen rassistischen Zwischenfall gegeben. Das Serie-A-Spiel zwischen den Aufsteigern Hellas Verona und Brescia Calcio wurde am Sonntag in der zweiten Halbzeit für etwa zehn Minuten unterbrochen. Hellas-Fans hatten den Gäste-Stürmer Mario Balotelli mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt.

In der 54. Minute stoppte Balotelli während eines Angriffs den Ball, nahm ihn in die Hände und schoss ihn in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber. Wütend zeigte er auf seine Ohren - ein Zeichen, dass er Beleidigendes gehört hatte. Er lief hinter das Tor des Gegners und drohte, das Spiel abzubrechen. Mitspieler und Gegner überredeten Balotelli aber, weiterzuspielen. Der Neuzugang erzielte schließlich in der 85. Minute mit einem sehenswerten Fernschuss den Anschlusstreffer, konnte die 1:2-Niederlage aber nicht verhindern.

In den vergangenen Monaten waren in Italien mehrere Spiele wegen rassistischer Vorfälle unterbrochen worden. Echte Sanktionen jedoch gab es bisher kaum - auch wenn der italienische Verband zuletzt "Null Toleranz" bei rassistischen Beleidigungen angekündigt hatte. Angesichts der anhaltenden Diskriminierungen in Stadien setzt er nun auf die Hilfe des Videobeweises. Mit dem VAR sollen in Zukunft nicht nur Schiedsrichterentscheidungen überprüft werden, sondern auch auffällig gewordene Zuschauer identifiziert werden.

© SZ.de/dpa/sid/vit
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