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Amateurfußball:Niemand kritisiert den BFV so scharf wie Kupka

Kupka könnte sich deshalb einen Fonds vorstellen: Vereine könnten zweckgebundene Anträge stellen, die dann bearbeitet werden müssten. Und rennt mit solchen Ideen bei den Vereinen offene Türen ein. Unter anderem bei jenen, die zurzeit allein aus finanziellen Gründen an einem Aufstieg scheitern. Dieses Problem besteht zurzeit vor allem zwischen Regional- und Bayernliga. In der vergangenen Saison hätten der VfB Eichstätt im Norden und der SV Pullach im Süden zumindest die Aufstiegs-Relegation spielen können. Doch beide traten gar nicht erst an, weil sie die BFV-Auflagen schlicht nicht erfüllen konnten.

Beim bayerischen Verband weist man darauf hin, dass "die Regionalliga Bayern für die Vereine deutlich günstiger ist als die damalige, dreigleisige Regionalliga" vor der Reform von 2012. Genau das sei übrigens auch einer der Gründe für die Regionalliga-Reform gewesen. Abgesehen davon sei es "natürlich das Ziel, auf höhere Geldzuweisungen hinzuwirken. Aber nicht durch Aufschreien und lautstarke Forderungen. Sondern durch Überzeugungsarbeit und Argumente", so BFV-Sprecher Thomas Müther.

In Eichstätt findet gerade ein Umdenken statt. Nach Jahren als Spitzenteam prüft der Verein zurzeit, wie viel ihn der Aufstieg kosten würde - es geht vor allem um Umbauten am und im Stadion. "Investitionen in die Infrastruktur - da wäre viel geholfen", sagt Thomas Hein, Präsident des VfB Eichstätt. Er würde für einen Kriterienkatalog plädieren, in den zum Beispiel das Engagement eines Vereins im Jugendbereich einfließen könnte.

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Miroslav Klose

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Miroslav Klose war stets ein Meister des Understatements: Nun beendet er seine fast einzigartig romantische Karriere. Der Ruf als Kopfballstürmer wurde ihm gar nicht gerecht.   Von Javier Cáceres

"Die Herren von der Schlossallee haben den Kontakt zum Amateursport verloren."

Dem Regionalligisten SV Seligenporten würden das wiederum wenig helfen: In dem Ort mit 1000 Einwohnern fehlen die Jugendlichen, es gibt keine U19, U17 und U15. Das Problem: Diese Mannschaften zu unterhalten, ist Teil der Regionalliga-Auflagen. Für die laufende Saison wird Seligenporten eine Strafe von 3000 Euro zahlen müssen, im kommenden Jahr 6000 Euro, danach 12 000. Im vierten Jahr stünde dann der Zwangsabstieg.

"Wir müssten Jugendliche bei anderen Vereinen abwerben und würden unsere Nachbarn vergraulen", sagt Präsident Walter Eisl. Solche Kosten zu senken statt Einnahmen zu erhöhen, das würde dem SV auch schon helfen. Darüber hinaus plädiert Eisl für einen Anteil der TV-Gelder von 150 000 Euro pro Regionalliga-Team. Das Argument des BFV, die TV-Einnahmen aus Übertragungen auf Sport1 werde an alle Vereine der Liga ausgeschüttet, kontert Eisl mit dem Argument: "Aber eben auch an den FC Bayern II. Haben Sie das Gefühl, dass die das nötig haben?"

Niemand kritisiert den BFV so scharf wie Kupka. Doch eines haben der Ex-Präsident und viele aktuelle Vereinsvertreter gemeinsam: im Kern speist sich die Kritik an aus ihrer Sicht unnötigen Formalitäten und überzogenen Strafen, die ehrenamtliche Mitarbeiter frustrierten. Kupka selbst habe sein Engagement erst wieder hochgefahren, als ein 17-jähriger Spieler der SpVgg zum FC Ismaning wechseln wollte und wegen einer nicht eingehaltenen Frist für zwei Monate gesperrt worden sei. "Wo ist da die Sensibilität", empört er sich. Und nutzt ein turbokapitalistische Brettspiel für sein hartes Schlussurteil: "Die Herren von der Schlossallee haben den Kontakt zum Amateursport verloren."