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Dritte Liga:Hansa Rostock steigt nach neun Jahren auf

Hansa Rostock - VfB Lübeck

Bentley Baxter Bahn (mi.) jubelt über seinen Treffer zum 1:1.

(Foto: dpa)

Ein 1:1 gegen Lübeck sorgt für Euphorie an der Ostsee, 7500 Zuschauer dürfen im Stadion dabei sein. Am Ende entscheidet die bessere Tordifferenz.

Auf diese Party hat der ehemalige Fußball-Bundesligist Hansa Rostock neun Jahre warten müssen: Nach fast einer Dekade Abstinenz schafften die Norddeutschen am Samstag am 38. und letzten Spieltag der 3. Liga durch ein 1:1 (1:1) gegen Absteiger VfB Lübeck den Aufstieg ins Unterhaus.

7500 Fans, die wieder ins Rostocker Ostseestadion durften, bejubelten frenetisch den langersehnten Aufstieg der Hansa-Profis, die sich allerdings bei Punktgleichheit nur aufgrund der besseren Tordifferenz den zweiten Platz vor dem FC Ingolstadt sicherten.

Die Drittliga-Meisterschaft sicherte Dynamo Dresden, schon vor Wochenfrist als Zweitliga-Rückkehrer feststehend, durch ein 1:0 (1:0) beim SV Wehen Wiesbaden. Die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Liga erreichte der FCI durch ein 3:1 (2:0) im Verfolgerduell gegen 1860 München. Zwischenzeitlich hatten sich die Schanzer am letzten Saisonspieltag sogar auf Position zwei katapultiert.

Als weitere Absteiger mussten nach der SpVgg Unterhaching und Lübeck auch der SV Meppen und Bayern München II den Gang in die Regionalliga antreten. Bayern II, Meister der vergangenen Drittliga-Saison, unterlag gegen den Halleschen FC 0:1 (0:1). Meppen reichte ein 2:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg ebenfalls nicht mehr zum Klassenerhalt.

Hansa machte es spannend

Den größten und lautesten Jubel gab es an der Ostsee. Dass zum zweiten Mal in der zu Ende gegangenen Spielzeit Fans ins Ostseestadion durften, war einer Freigabe der Landesregierung zu verdanken. Ein noch einmal überarbeitetes Hygiene-Konzept war abgesegnet worden.

Ein schriftlicher Nachweis eines negativen Testergebnisses war für den Zutritt ins Stadion verpflichtend, die Mund-/Nasenschutz-Pflicht galt auch auf den Tribünen. Bereits im März hatten rund 700 Fans im Rahmen eines Pilotprojekts das Spiel gegen den Halleschen FC (1:0) im Stadion verfolgt.

Allerdings machte es der FC Hansa spannend, denn zwischenzeitlich waren die Mecklenburger durch den Treffer von Soufian Benyamina (26.) zum 1:0 für Lübeck und den Treffer von Stefan Kutschke (26.) zum Führungstor für Ingolstadt gegen die Münchner Löwen auf Rang drei abgerutscht. Sechzig-Torwart Marco Hiller hatte nach einer Notbremse (9.) früh die Rote Karte gesehen.

Bentley Baxter Bahn (41., Foulelfmeter) erzielte dann den erlösenden 1:1-Ausgleich für die Rostocker. Marc Stendera (44.) war im Fernduell mit dem FC Hansa für das 2:0 für den FCI verantwortlich. Dennis Erdmann (81.) gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor für die Sechziger. Marcel Gaus (90.+2, Foulelfmeter) sorgte für den Schlusspunkt für Ingolstadt.

© SZ/dpa/sid/jki/ska
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