3. Liga:Corona-Fall bei 1860 München - auch Trainer Köllner in Quarantäne

Muenchen, Deutschland 26. August 2021: 3.Liga - 2021/2022 - TSV 1860 Muenchen - Training - 26.08.2021 Trainer Michael K

Michael Köllner ist als Trainer von 1860 München mit Corona-Problemen konfrontiert.

(Foto: imago images/Fotostand)

Der Drittligist muss im Toto-Pokal ohne Kevin Goden antreten. Schwedens Nationalteam verzichtet auf Katar-Trainingslager. Eine britische Qualifikantin steht überraschend im Halbfinale der US Open.

Meldungen im Überblick

Fußball, 3. Liga: Der TSV 1860 München meldet einen Corona-Fall. Im Rahmen der Routinetests ist Mittelfeldspieler Kevin Goden positiv auf Covid-19 getestet worden und musste sich in die vorgeschriebene Quarantäne begeben. Die "Löwen" mussten darum in der am Mittwochabend angesetzten Partien im Toto-Pokal beim SV Wacker Burghausen ohne Goden antreten.

Auch die nicht geimpften Spieler aus dem 1860-Kader und nicht geimpfte Mitglieder des Funktionsteams mussten sich vorerst in Quarantäne begeben, wie der Verein mitteilte. Davon betroffen ist auch Cheftrainer Michael Köllner, der laut Verein die Wartefrist nach der Impfung noch nicht vollständig absolviert hat. Über die weitere Vorgehensweise, auch im Hinblick auf die 3. Liga, soll zeitnah entschieden werden. Am kommenden Sonntag müssen die "Löwen" auswärts beim Halleschen SC antreten.

Olympia, Nordkorea: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Nationale Olympische Komitee Nordkoreas bis Ende 2022 suspendiert. Damit wird das asiatische Land nicht an den Winterspielen in Chinas Hauptstadt Peking (4. bis 20. Februar 2022) teilnehmen. Dies gab IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch bekannt. "Das NOK von Nordkorea war das einzige, das nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilgenommen hat. Die Exekutive des IOC hat beschlossen, das NOK aufgrund dieser einseitigen Entscheidung bis Ende 2022 zu suspendieren", sagte der 67-Jährige bei einer Pressekonferenz. Nordkorea hatte Anfang April bekannt gegeben, aus Angst vor der Corona-Pandemie kein Team nach Japan zu entsenden. In den Monaten vor Olympia habe das IOC "Zusicherungen für eine sichere Durchführung der Spiele gegeben und bis zur letzten Minute konstruktive Vorschläge für eine angemessene und maßgeschneiderte Lösung unterbreitet, einschließlich der Bereitstellung von Impfstoffen", erklärte die Ringe-Organisation. Diese Vorschläge seien vom NOK Nordkoreas "systematisch abgelehnt" worden. Regel 27.3 der Olympischen Charta besagt: "Die NOK haben die ausschließliche Zuständigkeit für die Vertretung ihrer jeweiligen Länder bei den Olympischen Spielen und bei regionalen, kontinentalen oder weltweiten Multisportwettbewerben unter der Schirmherrschaft des IOC. Darüber hinaus ist jedes NOK verpflichtet, durch die Entsendung von Athleten an den Olympischen Spielen teilzunehmen." Sollten sich nordkoreanische Athleten für die Winterspiele in Peking qualifizieren, werde das IOC "zu gegebener Zeit eine entsprechende Entscheidung treffen", führte Bach aus.

Tennis, US Open: Die britische Qualifikantin Emma Raducanu hat ihren sensationellen Siegeszug fortgesetzt und erstmals das Halbfinale erreicht. Die 18-Jährige setzte sich am Mittwoch in New York in gut 80 Minuten mit 6:3, 6:4 gegen die sechs Jahre ältere Tennis-Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz durch. Bei ihrem Debüt beim letzten Grand Slam des Jahres trifft Raducanu nun auf die Siegerin der Partie zwischen der Tschechin Karolina Pliskova und Maria Sakkari aus Griechenland. Direkt zum Auftakt gab Raducanu im ersten Spiel ihren Aufschlag ab. Auf der großen Bühne im Arthur-Ashe-Stadium erholte sich die Weltranglisten-150. aber schnell davon und holte sich den ersten Satz nach nur 36 Minuten. Auch im zweiten Durchgang zeigte Raducanu eine abgeklärte Vorstellung und hat damit bei diesen US Open weiter noch keinen Satz verloren. Sie ist erst die dritte Halbfinalisten bei den US Open, die außerhalb der Top 100 rangiert. Vor ihr hatten dies nur die Belgierin Kim Clijsters bei ihrem Comeback-Sieg 2009 und die US-Legende Billie Jean King 1979 geschafft. In Wimbledon hatte Raducanu dieses Jahr ebenfalls überraschend das Achtelfinale erreicht, musste damals aber aufgeben.

Fußball, Schweden: Schwedens Fußballer verzichten auf ihr für Januar geplantes Trainingslager in Katar. Nach einem Gespräch mit den Klub-Managern habe man sich entschieden, nicht nach Doha zu reisen, teilte der Verband am Mittwoch mit. "Das gesamte Konzept der Januar-Tour basiert darauf, dass die Allsvenskan-Clubs bereit sind, ihre Spieler an uns freizugeben", sagte der Generalsekretär des Verbandes, Håkan Sjöstrand, laut einer Mitteilung. Die Vereine seien sich einig, dass das Camp nicht in Katar stattfinden solle. Nun muss der Verband nach einem neuen Austragungsort suchen.

Die schwedische Nationalmannschaft hatte ihr Trainingslager seit 2019 in Katar veranstaltet. Zuletzt war der Verband in die Kritik geraten, weil er das Trainingslager für den Januar 2022 nicht abgesagt hatte. Am Dienstag nun bekräftigten Vertreter der schwedischen Fußballclubs, dass sie gegen die Reise nach Katar seien. Den Kontakt zu Katar will der schwedische Fußballverband dennoch nicht abbrechen. "Die Lobbyarbeit, die wir in Katar für die Menschenrechte und die Situation von Wanderarbeitnehmern geleistet haben, wird fortgesetzt", hieß es in der Mitteilung.

Laut der britischen Zeitung "Guardian" sind seit der WM-Vergabe 2010 in Katar mehr als 6500 Arbeiter aus Südostasien gestorben. Katars Regierung argumentiert, die Sterberate liege angesichts von mehr als 1,4 Millionen Menschen aus der Region im Land in einem zu erwartenden Bereich. Aus den Zahlen des "Guardian" geht nicht hervor, welche Tätigkeiten die Verstorbenen ausgeübt haben. Amnesty zufolge ist unklar, wie viele Arbeiter im Zuge der WM-Vorbereitung bislang gestorben sind. Die WM-Organisatoren sprechen von 37.

Motorsport, Formel 1: Der Williams-Rennstall holt Alexander Albon zurück in die Formel 1. Der 25 Jahre alte Thailänder ersetzt in der kommenden Saison den Briten George Russell, der zu Mercedes wechselt. Das zweite Williams-Cockpit behält der Kanadier Nicholas Latifi (26), wie das Team am Mittwoch mitteilte. Albon war 2019 und 2020 für Toro Rosso und Red Bull bereits in der Motorsport-Königsklasse gefahren, hatte für diese Saison aber keinen Formel-1-Vertrag mehr erhalten. Derzeit startet er im Deutschen Tourenwagen Masters in einem Ferrari.

Das neue Fahrerduo biete eine "großartige Mischung aus Jugend und Erfahrung, die nicht nur sehr gut zum Team passt, sondern uns auch hilft, den nächsten Schritt auf unserer Reise zu bewältigen", wurde Teamchef Jost Capito zitiert. In der kommenden Saison steht in der Formel 1 eine umfassende Regelreform an. Williams muss den 23 Jahre alten Russell nach drei Jahren ziehen lassen. Das Toptalent wird künftig an der Seite von Weltmeister Lewis Hamilton beim Silberpfeil-Team fahren, wie Mercedes am Dienstag verkündet hatte.

Fußball, Klub-WM: Der Japanische Fußball-Verband will einem Medienbericht zufolge aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Infektionszahlen auf eine Austragung der Club-WM in diesem Jahr verzichten. Dies habe der Verband wegen der Einschränkungen durch die Pandemie entschieden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Der Verband befindet sich demnach in Gesprächen mit dem Weltverband FIFA. Das Turnier sollte im Dezember dieses Jahres im alten Modus mit sieben Teams stattfinden. Neben der Gefahr steigender Infektionszahlen soll laut Kyodo auch der finanzielle Aspekt mit Blick auf die zu erwartenden beschränkten Zuschauerzahlen eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Wann und wo das Turnier stattdessen stattfinden soll, war zunächst offen.

Die FIFA hatte Ende des vergangenen Jahres entschieden, das Turnier 2021 noch im alten Format stattfinden zu lassen. Ursprünglich hätte im Sommer 2021 eine reformierte Club-WM mit 24 Mannschaften in China stattfinden sollen. Wegen der coronabedingten Verschiebung der EM 2020 und der Copa América um ein Jahr war das Turnier aber ebenso verlegt worden. Die letzte Club-WM hatte der FC Bayern München als Sieger der Champions League im Februar dieses Jahres in Katar gewonnen.

© SZ/sid/dpa/bek
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