2. Liga Hannover schlägt Stuttgart - Bielefeld brilliert

Felix Klaus feiert das Tor des Tages.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Zweitliga-Spitzenreiter VfB Stuttgart hat den ersten Matchball zur Rückkehr in die Fußball-Bundesliga vergeben. Die Schwaben mussten sich im Topspiel der 2. Bundesliga bei Hannover 96 mit 0:1 (0:1) geschlagen geben, die Niedersachsen schlossen mit ihrem zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage nach Punkten zum Tabellenführer auf.

Aufgrund der überraschend deutlichen Niederlage des bisherigen Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig bei Arminia Bielefeld sind die Aufstiegschancen der Schwaben aufgrund der jetzt deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Braunschweig riesig. Mit einem Punkt gegen die Würzburger Kickers am letzten Spieltag wäre der Aufstieg perfekt. Hannover genügt zur Bundesliga-Rückkehr ein Unentschieden in Sandhausen. Dabei wird Salif Sane nach seiner Roten Karte (87./Notbremse) aber fehlen.

Vor 49.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Maschsee gelang Felix Klaus der Treffer des Tages. Der Mittelfeldspieler war in der 40. Minute mit einem verdeckten Flachschuss erfolgreich. Der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor, unhaltbar für VfB-Torhüter Mitch Langerak.Der Sieg für die Norddeutschen war nicht unverdient. Insbesondere in der ersten Halbzeit war der Respekt beider Mannschaften voreinander unübersehbar. Das letzte Risiko wurde hüben wie drüben gescheut, konzentrierte Abwehrarbeit und ein eher bedächtiges Aufbauspiel waren Trumpf.

Wenn es allerdings vor einem Tor wirklich gefährlich wurde, war daran die Hannoveraner Offensive beteiligt. So strich schon in der 16. Minute ein Kopfball von Niclas Füllkrug nur knapp am Pfosten vorbei.Der Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter gelang es zunächst, Gäste-Torjäger Simon Terodde von gefährlichen Aktionen abzuhalten. Der Stuttgarter Angreifer kam in den ersten 45 Minuten zu keinem nennenswerten Abschluss.Um mehr Druck nach dem Rückstand zu entwickeln, brachte VfB-Coach Hannes Wolf in der 51. Minute Daniel Ginczek ins Spiel. 120 Sekunden zuvor hatte Langerak sein Team nach einem Freistoß von Klaus bravourös im Spiel gehalten. Danach kam der VfB zu seiner ersten klaren Einschussmöglichkeit, Philipp Tschauner parierte gegen Kapitän Christian Gentner (57.).

Von Wolf immer wieder mit rudernden Armbewegungen nach vorne getrieben, gingen die Stuttgarter in der Folgezeit höheres Risiko, mussten aber weiter auf den ersehnten Treffer warten. Hannover machte die Räume eng und stand defensiv meist sicher.

Bielefeld schießt Braunschweig ab

Eintracht Braunschweig hat im Kampf um den Aufstieg eine herbe Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht verlor am vorletzten Spieltag nach einer desolaten Leistung überraschend 0:6 (0:2) bei Abstiegskandidat Arminia Bielefeld und rutschte auf den dritten Tabellenplatz ab. Der direkte Aufstieg ist für den Traditionsklub aus eigener Kraft damit nicht mehr zu schaffen.

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Das gab der bisherige Namenssponsor vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf bekannt. Die Uefa prüft nach der Saison, ob Leipzig und Salzburg in der Champions League starten dürfen.

Ein Eigentor von Jan Hochscheidt (13.), Julian Börner (24.), Reinhold Yabo mit einem Dreierpack (65./67./76.) und Keanu Staude (71.) schockten die behäbige Eintracht, die zuvor drei Siege in Serie eingefahren hatte. Bielefeld klettert nach der Energieleistung auf den Relegationsrang und darf sich nach dem völlig verdienten Sieg wieder berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Vor 24.138 Zuschauern fand Braunschweig eigentlich nie wirklich in die Partie, die Löwen wirkten nach den starken Auftritten zuletzt diesmal seltsam gehemmt. Gegen die sonst schwächelnde Defensive der Arminia fanden die Gelb-Blauen keine Mittel.

Nächste Woche muss Braunschweig zu Hause gegen den bereits abgestiegenen Karlsruher SC unbedingt gewinnen, wenn sich die Lieberknecht-Elf den Traum von der Bundesliga-Rückkehr noch direkt erfüllen will - und zudem auf einen Patzer des Nachbarn Hannover 96 hoffen. Den Relegations-Platz hat Braunschweig sicher. Bielefeld reist zum Saisonfinale zu Dynamo Dresden.