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2. Fußball-Bundesliga:Schmadtke wird Sportdirektor beim 1. FC Köln

Jörg Schmadtke, 1. FC Köln, 2. Fußball Bundesliga

Neu in Köln: Sportdirektor Jörg Schmadtke.

(Foto: dpa)

Jörg Schmadtke beendet seine schöpferische Pause und wird neuer Sportdirektor beim Zweitligisten 1. FC Köln. Zusammen mit Trainer Peter Stöger soll Schmadtke das Team zurück in die Bundesliga führen.

Jörg Schmadtke wird neuer Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln. Das bestätigte der Klub am Donnerstag. "Es ist fix. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und gehe sie mit viel Schwung an", sagte Schmadtke, der im April beim Bundesligisten Hannover 96 um seine Freistellung gebeten hatte.

Am Freitag wird er in Köln offiziell vorgestellt, er erhält einen Vierjahresvertrag. Zusammen mit Trainer Peter Stöger soll Schmadtke das Team zurück in die Bundesliga führen.

Schmadtke hatte sein Konzept auch beim Bundesligisten Hamburger SV präsentiert, es kam jedoch nicht zu einer Einigung. Auch zum neuen Kölner Liga-Rivalen Fortuna Düsseldorf, bei dem Schmadtke als Profi im Tor gestanden hatte, gab es Kontakt, doch der Bundesliga-Absteiger macht noch eine Saison mit Wolf Werner (71) weiter.

FC-Vizepräsident Toni Schumacher ist "äußerst glücklich und zufrieden", Schmadtke verpflichtet zu haben. "Wir wollten ihn schon letztes Jahr haben. Aber er kam nicht aus seinem Vertrag raus, hatte private Dinge zu regeln. Als klar war, dass er bei 96 ausscheidet, wussten wir, dass das unsere Chance ist", sagte er dem SID.

Das Projekt Schmadtke sei langfristig angelegt - deshalb die Vertragslaufzeit bis 2017. "Jörg hat im Gespann mit unserem Kaderplaner Jörg Jakobs bereits super Arbeit in Hannover und Aachen abgeliefert. Einer seiner Vorteile: Er kennt auch Spieler, die nicht gerade überall groß gehandelt werden. Jetzt haben wir ihn an den Rhein geholt - endlich", sagte Schumacher. Falls Schmadtke einen Transferwunsch äußere, werde der FC "versuchen, dem nachzukommen".

Schmadtke hat sich bei Hannover 96 einen exzellenten Ruf erworben. Als Kadertüftler holte er für kleines Geld unter anderem Didier Ya Konan, Mame Diouf, den heutigen Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler und Lars Stindl. Die 96er griffen im Norden arrivierte Klubs wie den Hamburger SV und Werder Bremen an und zogen zeitweise vorbei. Zuvor war Schmadtke sieben Jahre bei Alemannia Aachen als Sportlicher Leiter und kurzzeitig als Interimstrainer tätig.

© Süddeutsche.de/sid/ebc

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