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Trainer-Überraschung:Stefan Effenberg übernimmt in Paderborn

  • Große Überraschung in der 2. Bundesliga: Stefan Effenberg soll den SC Paderborn vor dem Abstieg bewahren.
  • Es ist die erste Chance als Chefcoach für den früheren Bayern-Profi.
  • Paderborns Präsident Finke verspricht: "Die Chemie passt."

Paderborn setzt auf Effenberg

Stefan Effenberg ist Deutscher Meister und Champions-League-Sieger. Der 47-Jährige hat Schlagzeilen gemacht wegen seines Mittelfingers oder zuletzt wegen seines Alkoholpegels am Steuer, als TV-Experte steht er für jene Analysen, die das Volk gerne hört. Doch eines war Effenberg bislang nie gelungen: Trainer zu werden. Obwohl er schon seit 2012 seine Lizenz besitzt. Das hat sich nun geändert.

Der ehemalige National- und Bayern-Spieler wird neuer Chefcoach beim SC Paderborn. Das gab der Bundesliga-Absteiger am Dienstagmittag bekannt. "Die Chemie passt", berichtete Vereinspräsident Wilfried Finke aus den Verhandlungen: "Stefan Effenberg ist ein erstklassiger Fußball-Experte und heiß auf seine Aufgabe beim SCP. Er wird unserer Mannschaft neues Selbstbewusstsein einhauchen."

Effenberg lobt Paderborn als "Top-Adresse"

Am Dienstag hatte es Verhandlungen von Klub-Chef Wilfried Finke und Manager Michael Born mit dem 47-Jährigen auf Mallorca gegeben. Effenberg soll einen Vertrag bis 30. Juni 2017 erhalten. "Seit einiger Zeit denke ich ernsthaft darüber nach, als Chef-Trainer zu arbeiten", erklärte Effenberg. Für den Einstieg in den Trainerberuf sei "Paderborn eine Top-Adresse".

Paderborn hatte sich Anfang Oktober von Coach Markus Gellhaus getrennt. Mit lediglich sieben Punkten aus zehn Spielen belegt der Bundesliga-Absteiger nur Platz 15. Zunächst war René Müller, zuletzt Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, auf die Bank des SCP zurückgekehrt. Bereits in der Saison 2012/13 hatte der 41-Jährige die Ostwestfalen als Interimstrainer vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahrt. In der Bundesliga waren die Ostwestfalen in der vergangenen Saison von André Breitenreiter betreut worden. Dieser wechselte nach dem Abstieg zum Erstligisten Schalke 04.

In Roger Schmidt (Bayer Leverkusen) und Interims-Trainer André Schubert (Borussia Mönchengladbach) sind noch zwei weitere ehemalige Paderborn-Coaches im deutschen Fußball-Oberhaus aktiv. Das nächste Punktspiel für den SCP steht am Freitag gegen Eintracht Braunschweig an. Dann mit Effenberg auf der Trainerbank.

© SZ.de/dpa/sid/sonn/ebc
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