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2. Bundesliga:1. FC Nürnberg droht Punktabzug

1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim

Der Club soll finanzielle Probleme haben. Womöglich müssen Spieler verkauft werden.

(Foto: dpa)

Wegen finanzieller Schwierigkeiten soll der Club bestraft werden. Dirk Nowitzki gibt am Freitag sein DBB-Comeback nach vier Jahren Pause. Osnabrück bittet Leipzig für die Vorfälle beim abgebrochenen DFB-Pokalspiel um Verzeihung.

Fußball, 1. FC Nürnberg: Dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg soll wegen finanzieller Schwierigkeiten ein Punktabzug drohen. Nach Informationen der Bild muss der Club bis Ende des Monats einen Transferüberschuss von gut 2,5 Millionen Euro erzielen, um eine Strafe zu vermeiden. Bei der Lizenzierung soll dies eine Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewesen sein. Die Nürnberger wollen nun angeblich Spieler verkaufen. Laut der Zeitung sind die Mittelfeldspieler Niklas Stark und Ondrej Petrak sowie Stürmer Jakub Sylvestr Kandidaten für einen Wechsel. Nürnbergs Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Wolf (57) habe sich zu möglichen Notverkäufen oder einem drohenden Punktabzug nicht äußern wollen. Allerdings kenne er "die wirtschaftliche Situation" beim Club, und man "arbeite daran, diese zu verbessern."

Basketball, DBB: Dirk Nowitzki gibt beim Testspiel in Zagreb an diesem Freitag sein Comeback im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. "Wir wollten hier schauen, wie es mit dem Training läuft und ob ich vielleicht spielen kann. Jetzt gehe ich davon aus, dass ich spiele", sagte Nowitzki am Donnerstag zum Ende des Trainingslagers auf Mallorca. Der 37-Jährige war am Montag in die EM-Vorbereitung eingestiegen. Bundestrainer Chris Fleming plant ebenfalls mit seinem Topspieler. "Wenn er spielen möchte, werde ich ihm keine Steine in den Weg legen", sagte Fleming. Nowitzki hatte letztmals 2011 bei der EM in Litauen das Deutschland-Trikot getragen.

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"Ich fühle mich gut, auch wenn es etwas komplett anderes ist, auf dem Laufband zu trainieren oder mit dem Team hoch und runter zu rennen", sagte Nowitzki. Er hatte sich vor seiner Ankunft auf Mallorca allein mit seinem Mentor Holger Geschwindner vorbereitet. Weiter unklar ist, ob Anton Gavel in den beiden Duellen mit Kroatien am Freitag (21.00 Uhr) in der kroatischen Hauptstadt und zwei Tage später in Bremen mitwirken darf. Der Deutsche Basketball Bund wartet nach wie vor auf die Freigabe für den gebürtigen Slowaken.

Fußball, VfL Osnabrück: Der VfL Osnabrück hat sich in einem Brief bei Fußball-Zweitligist RB Leipzig für die Vorfälle beim abgebrochenen DFB-Pokalspiel am Montagabend entschuldigt. Das sagte VfL-Präsident Hermann Queckenstedt am Mittwoch in Osnabrück. "Ich entschuldige mich auch bei den Besuchern aus Leipzig und Osnabrück", erklärte er. Queckenstedt bedankte sich zudem für das Angebot der Leipziger, das in der 71. Minute wegen eines Feuerzeugwurfs auf den Schiedsrichter abgebrochene Spiel zu wiederholen. "Ich persönlich habe begrenzte Erwartungen, dass es dazu kommen wird", sagte Queckenstedt. Die Entscheidung darüber fällt das DFB-Sportgericht.

Fußball, Wahlen: Die Superstars Lionel Messi (FC Barcelona), Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Luis Suárez (ebenfalls Barcelona) stehen im Finale der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 2015. Das gab die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Mittwoch bekannt. Aus den Top-3 wählen am 27. August in Monaco Journalisten aus allen 54 UEFA-Verbänden den besten Spieler des Kontinents. Titelverteidiger der in dieser Form seit 2011 durchgeführten Abstimmung ist Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Schon auf der zehn Weltstars umfassenden "Shortlist" stand kein deutscher Weltmeister mehr, Vorjahresfinalist Manuel Neuer (Bayern München) landete auf Platz zwölf. Bester Bundesligaprofi der Saison 2014/15 war Neuers Teamkollege Arjen Robben (Platz elf). Bei den Frauen winkt Celia Sasic (Karriere nach der WM beendet) und Dzsenifer Marozsan vom Champions-League-Sieger 1. FFC Frankfurt die Auszeichnung zu Europas Fußballerin des Jahres, die Nadine Keßler im vergangenen Jahr gewonnen hat. Konkurrentin ist die Französin Amandine Henry.

Fußball, Supercup: Marc-André ter Stegen hat mit dem FC Barcelona nach der Champions League auch den UEFA-Supercup gewonnen. Der deutsche Torwart setzte sich mit dem spanischen Fußballmeister am Dienstagabend in Tiflis in einem turbulenten Spiel 5:4 (4:4, 3:1) nach Verlängerung gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla durch. Lionel Messi (7./16. Minute), Rafinha (44.), Luis Suarez (52.) und Pedro (115.) erzielten die Tore für den Favoriten, der in der zweiten Halbzeit eine 4:1-Führung aus der Hand gab. Ter Stegen war bei den Sevilla-Treffern durch Ever Banega (3.), José Antonio Reyes (57.), Kevin Gameiro (71./Foulelfmeter) und Jewgen Konopljanka (81.) machtlos. Barcelona hielt sich mit der Erfolg die Möglichkeit auf sechs Titel im Jahr 2015 offen. Den Supercup gewann Barça zum fünften Mal und schloss zu Rekordsieger AC Mailand auf.

Biathlon, Ricco Groß: Der viermalige Biathlon-Olympiasieger hat nach seinem Abschied beim Deutschen Skiverband (DSV) eine neue sportliche Heimat gefunden. Ab sofort betreut der gebürtige Sachse im Weltcup das russische Männerteam als Cheftrainer. "Ich empfinde es als eine sehr ehrenvolle Aufgabe, dass man mir zutraut, eine der weltbesten Mannschaften noch besser zu machen", sagte der 44-Jährige nach der Vertragsunterschrift. Groß hatte im zurückliegenden Olympia-Zyklus die Weltcup-Damen des DSV betreut. Bereits ab Donnerstag wird er mit seinen neuen Schützlingen ein erstes Trainingscamp in Obertilliach/Österreich beziehen.

Leichtathletik, Doping: Der Leichtathletik-Weltverband hat wegen auffälliger Werte bei Doping-Nachtests von den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 Ermittlungen gegen 28 Athleten eingeleitet. Welche Sportler betroffen sind, teilte die IAAF nicht mit. Die Mehrheit dieser Athleten hätten ihre Karriere beendet, einige aus diesem Kreis seien bereits bestraft worden und nur wenige noch aktiv. Diese Athleten sind nach IAAF-Angaben vorläufig von Wettbewerben suspendiert. Darunter sei keiner, der für einen Start bei den Weltmeisterschaften vom 22. bis 30. August in Peking gemeldet ist.

Die nachträgliche Überprüfung der Doping-Proben auch von der WM von 2005 war möglich geworden, weil in dem seit Januar gültigen Welt-Anti-Doping-Code die Frist für Nachtests von acht auf zehn Jahre verlängert wurde. Die Nachtests haben ergeben, dass 32 Proben auffällige Werte aufwiesen. Festgestellt wurde dies durch die Nutzung neuer Analysetechnologien.