1. FC Nürnberg:Ein bisschen Ruhe

1. FC Nürnberg: Freude und Erleichterung: Die Nürnberger Zweitligafußballer mit Torschütze Sebastian Andersson (Mitte) jubeln.

Freude und Erleichterung: Die Nürnberger Zweitligafußballer mit Torschütze Sebastian Andersson (Mitte) jubeln.

(Foto: Daniel Marr/Zink/Imago)

Der 1. FC Nürnberg schafft mit dem knappen 2:1-Erfolg gegen Braunschweig einen wichtigen Schritt aus der roten Zone der Tabelle.

Die Bedeutung des Erfolges wollte Christian Fiél nicht kleinreden: "Es wird schon viel gesprochen. Der eine oder andere denkt da vielleicht schon ein bisschen nach. Der Sieg gibt jetzt Vertrauen in die Jungs und uns allen ein bisschen Ruhe", sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg nach dem 2:1 (2:0)-Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig. Neun Zähler liegt der Club jetzt vor den Niedersachsen, doch zum "endgültigen Klassenerhalt" mochte sich beispielsweise Florian Flick noch nicht gratulieren lassen. "Dafür braucht man schon noch Punkte", sagte der Mittelfeldspieler nach dem Spiel am Samstag. Mit dem erst zweiten Sieg des Jahres beendete der FCN seine jüngste Serie von fünf sieglosen Partien in der zweiten Fußball-Bundesliga.

Als "extrem wichtig" stufte Jannes Horn den Erfolg eine Woche nach dem 1:2 im Derby in Fürth ein. "Es ist unten eng geworden", sagte der in Braunschweig geborene Club-Verteidiger. "Darum war es wichtig für uns, ein Zeichen zu setzen, dass wir nicht dabei sind." Erst souverän, dann wacklig - mit diesen zwei verschiedenen Halbzeit-Szenarien präsentierte sich der FCN vor 27 834 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion. "Dass wir es immer so spannend machen müssen, ist nicht gut fürs Herz", meinte Verteidiger Horn. Mittelstürmer Sebastian Andersson (23.) und Elfmeterschütze Can Uzun (45.+1) mit seinem zwölften Saisontreffer waren die umjubelten Torschützen.

Bei den Franken stach Flick, 23, heraus, der für seine Leistung auf der Sechser-Position ein Lob erhielt. "Sehr gut, sehr gut, wirklich gut", sagte Fiél. "Er war der Mann, der im Zentrum immer die Kontrolle hatte, sowohl mit als auch gegen den Ball. Immer anspielbar, immer die Verlagerungen im Kopf, so wie sie gespielt werden müssen. Mit einem Balltempo, dass wir hinter die gegnerische Linie kommen", schwärmte Fiél: "Die Mitspieler wussten, im Zentrum ist immer der Spieler, den wir finden können."

Selbstkritik übte Fiél, dass er für die wirkungsvollen taktischen Veränderungen der Braunschweiger nach dem Seitenwechsel nicht sofort eine Lösung parat hatte. "Ich habe zu lange gebraucht, um darauf zu reagieren, was der Gegner macht." Da stand es schon nur noch 2:1 durch Rayan Philippe (57.). Einen Distanzschuss des Angreifers lenkte FCN-Torwart Carl Klaus danach über die Latte. Der Heimsieg geriet noch einmal in Gefahr, weil der FCN seine Konterchancen nicht nutzte. "Da fehlt uns vielleicht noch die Kaltschnäuzigkeit. Wir müssen das Spiel früher zumachen", meinte Flick. Auf den 33 gesammelten Punkten könne man aber nach 24 Spieltagen gut aufbauen: "Die nimmt uns keiner mehr."

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