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2. Bundesliga:Kölner Blamage, Heidenheimer Gala

Dynamo Dresden - 1. FC Köln

Kölner Frust: Florian Kainz reagiert nach dem Tor von Dynamo Dresden zum 2:0.

(Foto: dpa)

Aufstieg? Von wegen. Der 1. FC Köln vergrößert in Dresden seine Ergebniskrise in der 2. Liga. Heidenheim spielt groß auf und Ingolstadt lebt noch.

Der 1. FC Köln spannt seine Fans im Saisonendspurt der 2. Bundesliga weiter auf die Folter. Der Tabellenführer kassierte am 30. Spieltag eine überraschende 0:3 (0:2)-Niederlage bei Dynamo Dresden und blieb damit nach zuvor zwei Unentschieden im dritten Spiel in Folge sieglos. Bei acht Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz drei dürfte der direkte Wiederaufstieg aber auch nach der siebten Saisonniederlage nicht mehr in Gefahr geraten.

Der überragende Erich Berko (12., 67.) und Haris Duljevic (35.) machten den Erfolg für die Sachsen perfekt, die im Hinspiel noch mit 1:8 in Müngersdorf untergegangen waren. Beim komfortablen Vorsprung auf Relegationsplatz 16 dürfte die Mannschaft von Trainer Cristian Fiel den Klassenerhalt sicher haben.

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FC-Trainer Markus Anfang hatte seine Formation im Vergleich zum 1:1 im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV auf zwei Positionen verändert. Im Angriff stürmte Anthony Modeste für Jhon Cordoba und für den angeschlagenen Christian Clemens spielte Louis Schaub. Der Favorit tat sich aber von Beginn an schwer. Nachdem Berko bereits in der dritten Minute seine Gefährlichkeit angedeutet hatte, gelang ihm neun Minuten später mit seinem fünften Saisontreffer die Führung. Zuvor hatte er den spanischen Junioren-Nationalspieler Jorge Mere alt aussehen lassen. In der 18. Minute ließ sich Mere dann von Duljevic düpieren, FC-Torwart Timo Horn verhinderte aber Schlimmeres.

Zehn Minuten vor der Pause machte es Duljevic dann nach einer tollen Kombination mit Berko besser und erzielte aus kurzer Distanz seinen ersten Saisontreffer. Mit dem 0:2-Rückstand war Köln zu Pause noch gut bedient. Auch im zweiten Durchgang enttäuschten die Gäste vor 37.753 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion auf ganzer Linie. Weder Modeste noch Toptorjäger Simon Terodde, der in der 57. Minute durch Cordoba ersetzt wurde, konnten sich entscheidend durchsetzen. Dresden stand in der Deckung äußerst stabil und blieb bei Kontern gefährlich. In der 56. Minute verhinderte Horn gegen Baris Atik noch das 0:3, ehe er wenig später bei Berkos zweitem Treffer keine gute Figur machte.

Der 1. FC Heidenheim hat derweil seine Aufstiegschancen eindrucksvoll gewahrt und die Mitkonkurrenten unter Druck gesetzt. Im Verfolgerduell setzte sich das Team von Trainer Frank Schmidt gegen den FC St. Pauli hochverdient mit 3:0 (3:0) durch. Für die Hamburger sind nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg wohl alle Träume von einer Bundesliga-Rückkehr geplatzt. Binnen zehn Minuten legten die Platzherren den Grundstein für den ungefährdeten Erfolg. Zweifacher Torschütze war der Österreicher Nikola Dovedan (26., 28.), das Heidenheimer Führungstor erzielte Mannschaftskapitän Marc Schnatterer (18.).

Bei allen drei Gegentoren wirkte die Defensive der Hanseaten desorientiert. Die Gastgeber verbesserten sich durch diesen Erfolg auf den fünften Tabellenplatz. Eine Woche nach dem Remis gegen Arminia Bielefeld sind die Norddeutschen unter ihrem neuen Coach Jos Luhukay weiterhin sieglos. Ab der 73. Minute mussten die Gäste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Finn Ole Becker mit nur noch neun Feldspielern auskommen.

Für den 1. FC Magdeburg wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Während die direkten Kontrahenten punkteten, unterlag der Europapokalsieger der Pokalsieger von 1974 nach einer schwachen Vorstellung mit 0:1 (0:1) bei Jahn Regensburg. Der Tabellen-16. liegt damit nur noch einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz und muss zur direkten Rettung an den letzten vier Spieltagen vier Punkte aufholen. Marco Grüttner gelang mit seinem zwölften Saisontreffer in der 20. Minute das goldene Tor für die Gastgeber. Der Jahn ist damit seit vier Partien ungeschlagen und kann bei nur noch sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wieder leise vom Aufstieg träumen.

Die fast schon chronische Auswärtsschwäche des VfL Bochum hält an: Auch bei Darmstadt 98 kam die Mannschaft von Trainer Robin Dutt nach einer schwachen Leistung nicht über ein 0:0 hinaus. Aus den zurückliegenden sechs Gastspielen holten die Westdeutschen damit lediglich zwei Punkte. In einer insgesamt eher unansehnlichen Partie waren die Hessen dem Sieg näher, erwiesen sich aber vor dem gegnerischen Tor als zu harmlos und unentschlossen. Dank acht Zählern aus den vergangenen vier Heimpartien hatten sich die Gastgeber schon in den vergangenen Wochen aus dem letzten Tabellendrittel verabschiedet. In der Schlussphase fanden die Gäste aus dem Ruhrgebiet noch einmal besser in die Begegnung, blieben aber ebenfalls ohne Torerfolg. 98-Torhüter Daniel Heuer Fernandes klärte in zwei Situationen sicher.

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