Wandern in der EifelAllein durch die Urzeit

Im Vulkanloch soll einst ein Schloss verschwunden sein, in den Büschen lauerten Räuber - auf dem Eifelsteig um Gerolstein ist es schön einsam und manchmal schön unheimlich. In Bildern.

Im Vulkanloch soll einst ein Schloss verschwunden sein, in den Büschen lauerten Räuber - auf dem Eifelsteig um Gerolstein ist es schön einsam und manchmal schön unheimlich. Von Willi Winkler

Ein Bettler klopfte einst an das Schlosstor und bat in all seiner Schäbigkeit um ein Almosen, ein Stück Brot nur, einen Schluck Wasser. Doch hart war das Herz der Herrin auf Schloss Weinfeld. Sie wies den Bettler von ihrer Schwelle und schickte ihn fort in die Wälder. Lieber sollte er verhungern, als dass sie ihm auch nur eine Krume gegönnt hätte. Ihr Gemahl, der Graf Weinfeld, wusste nichts von alledem, doch als er heimkam von der Jagd, fand er sein Schloss nicht mehr. Untergegangen war es mit Mann und Maus und hartherziger Gattin, ersoffen alles in einem See, der sich plötzlich gebildet hatte, und mitten auf dem See schaukelte, ...

Bild: dpa 1. Juli 2010, 09:212010-07-01 09:21:35 © SZ vom 1.7.2010/Willi Winkler/kaeb