Highline-MeetingAbhängen am Abgrund

Gipfeltreffen in der Hängematte: In den italienischen Alpen treffen sich Highliner, um von Berg zu Berg zu balancieren. Schwindelfrei sollte man schon sein.

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Schritt für Schritt balanciert diese junge Frau über den Abgrund - ein atemberaubendes Bild. Kein stickiges Zirkuszelt, kein Glitzer-Tutu, kein Scheinwerferlicht. Stattdessen die Weite der Alpen, rote Socken zum grauen Sweatshirt und Sonnenstrahlen, die durch die Wolkendecke fallen. Hochkonzentriert ist die Athletin auf dem Weg zu einem ungewöhnlichen Treffen, Hunderte Meter über dem Erdboden: dem sogenannten Highliner Meeting.

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Schon zum dritten Mal haben sich Extremsportler dieser jungen Disziplin am Monte Piana im Norden der italienischen Alpen versammelt. Highline - das ist Slackline in der Höhe. Im Park mag man sie noch belächeln, die Freizeitsportler, die mit rudernden Armen über kniehoch gespannte Synthetikbänder balancieren. Dieses Evolutionsstadium einer noch jungen Sportart haben die Highliner längst hinter, besser: unter sich gelassen, wenn sie von Bergkuppe zu Bergkuppe spazieren.

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Zunächst heißt es kräftig mit anpacken, bevor sich die Lines wie die Fäden eines Spinnennetzes über das Bergpanorama der Alpen spannen. 2324 Meter hoch ist der Monte Piana in den Sextener Dolomiten.

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Nur wenn das wenige Zentimeter breite Band auch straff genug gespannt ist, können die Highliner sicher darüber balancieren.

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Alle Highliner sind gesichert, wer stürzt, fällt ins Seil und in einen Hüftgurt. Das ist jedoch nicht ungefährlich. Wenn möglich, sollte beim Sturz noch nach der Highline gegriffen werden, denn bei einem ungebremsten Fall wirken enorme Kräfte, die im schlimmsten Fall das Material angreifen können.

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Gemütliches Päuschen in der Hängematte: Das haben sich die Highliner verdient. Einer klampft noch ein wenig auf der Gitarre - und schon kommt doch noch ein bisschen Stadtpark-Atmosphäre auf. Nur, dass hier noch ein spektakulärer Ausblick hinzukommt.

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Übernachtet haben die Highline-Athleten dann aber doch nicht in ihren Hängematten - wie dieses kleine Zeltdorf beweist. Und genug Kraft für ein paar Foto-Experimente mit der Kamera hatte sie offensichtlich auch noch.

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