Ausflug in die ProvenceZum Sterben schön

Fast jede Ecke ein Postkartenmotiv, niemand denkt an Mord und Totschlag. Oder? Unterwegs mit Krimi-Autorin Sophie Bonnet im Luberon.

Von Katja Schnitzler

Es gibt Dörfer im Luberon, die man von allen Seiten für eine Provence-Werbung fotografieren könnte: Mit kleinen Cafés auf passend kleinen Plätzen, mit Steinmauern, die nahtlos in Hausmauern übergehen, an denen Blüten ranken und duftende Kräuter gedeihen. Und das nur eine Autostunde von Marseille und der Küste entfernt. Ein Idyll unter einem vom Mistral wolkenlos geblasenen Himmel, der keine finsteren Gedanken zulässt, jedenfalls nicht bei normalen Reisenden. Sophie Bonnet hingegen denkt an Mord, manchmal auch an Totschlag.

Eigentlich heißt die Hamburger Autorin Heike Koschyk, doch für ihre Provence-Krimis legte sie sich ein Pseudonym zu, das besser zu ihrem Ermittler Pierre Durand passt: Er genießt sein Leben als Polizist in Frankreich, auch wenn nebenbei ein Fall zu lösen ist - dabei isst er gerne, sehr gerne. Mindestens einmal im Jahr ist Sophie Bonnet auf Recherchereise in der Provence. SZ.de begleitete sie nach Gordes, das die Vorlage für ihren Romanort Sainte-Valérie war, erkundet das nahe Goult, in dem hinter einer alten Mühle ein kleines Paradies zu entdecken ist, sowie Ménerbes - ein Ort, den seine Bekanntheit verändert hat.

Bild: Katja Schnitzler 26. Juli 2018, 14:262018-07-26 14:26:33 © SZ.de/dd/rus