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Immobilienmarkt:Ware Wohnung

Mieter verschiedener Wohnhäuser protestieren mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte gegen den Verkauf von 130 Häuser

Der schwedische Investor Heimstaden rief mit seinen Plänen vergangenen Herbst Proteste von Mietern in Berlin hervor.

(Foto: K.M.Krause/imago images/snapshot)

Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt zu einer Spielwiese für große Immobilieninvestoren geworden. Aber sind wirklich vor allem sie für teure Mieten verantwortlich? Ganz so einfach ist es nicht.

Von Thomas Öchsner

Ivar Erik Tollefsen ist mit Immobiliengeschäften zum Milliardär geworden. Der norwegische Unternehmer, laut Forbes-Liste einer der tausend reichsten Menschen weltweit, ist Haupteigentümer eines der großen europäischen Immobilienunternehmen mit dem verheißungsvollen Namen Heimstaden. Der schwedische Konzern, zu dessen Anteilseignern europäische Pensionsfonds und große Versicherungsfirmen gehören, verfügt über etwa 100 000 Wohnungen in sechs Ländern. In Deutschland bemüht sich das Unternehmen mit dem Slogan "Ein Zuhause, auf das Sie sich verlassen können" um ein gutes Verhältnis zu seinen Mieterinnen und Mietern. Doch so einfach ist das nicht. Gerade übernahm Heimstaden in Berlin mehr als 130 Häuser mit fast 4000 Wohnungen für 830 Millionen Euro. Aber dort will offenbar niemand dem Konzern das Versprechen abnehmen, den Mietern "das Leben so angenehm wie möglich" zu machen.

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