Naturschutz:Die Rettung des Waldes

Lesezeit: 4 min

3000 Hektar Nationalpark-Wald von Borkenkäfern befallen

Man sieht den Borkenkäfer nicht, wohl aber, was er unter den Fichten in Deutschland anrichtet: typische Luftaufnahme aus dem Sommer 2019, hier im Harz.

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Dürre, Stürme, Borkenkäfer: Der deutsche Wald steht weiterhin unter gewaltigem Stress. Auf der Suche nach dem Superbaum - und dem, was für Menschen ein Weg aus der Katastrophe wäre.

Von Cornelius Pollmer, Erfurt/Hohenfelden

Anfangs nahm Heidi Pfeifer immer zwei Dosen Farbe mit zur Arbeit in den Wald, eine grüne und eine rote. Mit der grünen Farbe markierte sie "Zukunftsbäume", also solche, die als besonders resistent gelten gegen die vielen Angriffe, die der Wald weiterhin auszuhalten haben wird. Derzeit greift Pfeifer morgens nur noch zur roten Dose, und dann geht es direkt los. Sssssst, sssssst, zwei Striche pro Baum. So zeichnet sie eine durch Trockenheit geschwächte Fichte nach der anderen ab, am Mittwoch dieser Woche dauert es in einem Waldstück bei Erfurt fast 50 Bäume, bis Pfeifer einen findet, den sie nicht markieren muss. Einen, der stehen bleiben darf. Vorerst.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Enjoying the fresh sea air; loslassen
Liebe und Partnerschaft
»Solange man die Emotionen zulässt, ebben sie auch wieder ab«
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Bundesarbeitsgericht
Arbeitszeiterfassung wird Pflicht
Ernährung
Warum Veganismus für alle nicht die Lösung ist
Zur SZ-Startseite