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Wahl in Bremen: Reaktionen:Zwischen Bitterkeit und "bumperndem Herzen"

SPD und Grüne feiern ihren Sieg bei der Bremer Bürgerschaftswahl - sie regieren weiter. Die gerupfte CDU nennt das Ergebnis "schmerzhaft" - die FDP will "die Ohren nicht Hängen lassen".

in Bildern.

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Bremer waehlen neue Buergerschaft

Quelle: dapd

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SPD und Grüne feiern ihren Sieg bei der Bremer Bürgerschaftswahl, die gerupfte CDU nennt das Ergebnis "schmerzhaft" - die FDP will "die Ohren nicht Hängen lassen". Die Reaktionen in Bildern.

Klarer Sieg für den Amtsinhaber: Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) kann mit seinem rot-grünen Senat weiterhin die Geschicke im kleinsten Bundesland lenken.

Freudig betont er: "Wir wollten weiter stärkste politische Kraft in Bremen bleiben. Wir können es heute sagen: Wir sind es mit großem Abstand geworden."

SPD Landesparteitag Saarland

Quelle: dpa

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Frohlocken auch bei der Bundes-SPD: Parteichef Sigmar Gabriel spricht von einem "Riesenerfolg" seiner Partei in Bremen. Gabriel bemüht die Historie: Zum 18. Mal in Folge hätten die Sozialdemokraten in der Hansestadt die Wähler überzeugt. Gabriel verweist auch auf die zurückliegenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Rheinland-Pfalz. Seiner SPD sei "eine schöne Serie in den letzten zwölf bis 15 Monaten" gelungen, betont er und lobt sich damit selbst - schließlich fallen alle diese Erfolge in seine Amtszeit.

Pk Nahles

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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles betont, die Stärke in Städten sei ein Markenzeichen der SPD und nimmt dies als positives Omen für die Wahl in der Bundeshauptstadt im September: "Das werden wir in diesem Jahr auch noch in Berlin beweisen."

Bremer waehlen neue Buergerschaft

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Die Spitzenkandidatin der Grünen in Bremen, Karoline Linnert, jubelt nach der Bekanntgabe der ersten Prognose. "Wir haben ein grandioses Wahlergebnis hingelegt. Das wird ein Abend, an dem wir richtig feiern." Selbstbewusst betont sie, dass die Grünen künftig mehr im Senat mitreden wollen: "Wir erwarten auch, dass wir durch das gute Wahlergebnis mehr Verantwortung in der Regierung übernehmen können."

Bürgerschaftswahlen Bremen

Quelle: dpa

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Grünen-Chefin Claudia Roth freut sich mit ihren Parteifreunden von der Weser über das beachtliche Ergebnis ihrer Partei: "Das ist ein gutes Gefühl. Da drin bumperts", sagt sie - mit einer Hand an ihrer Brust. Besonders erfreulich sei, dass die Grünen am Sonntag erstmals vor der CDU liegen. Es sei gut, dass "die Atom-Parteien" Union und FDP nun ihren Kurs änderten. "Nun müssen sie auch liefern."

Grüner Wahlkampf mit Trittin

Quelle: dpa

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Jürgen Trittin, der Chef der Grünen-Fraktion im Bundestag, bezeichnet das Abschneiden seiner Partei in Bremen als "prima". Das Wahlergebnis sei der Lohn für das "Risiko, gerade in einem finanzschwachen Land wie Bremen das Finanzressort zu übernehmen", sagt er. Noch will Trittin, der gebürtige Bremer, über keinen eigenen Kanzlerkandidaten der Partei sprechen. "Wir freuen uns über die Erfolge, aber wir sind gerade als Bremer bodenständig genug, um nicht abzuheben."

Bürgerschaftswahlen Bremen

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Lange Gesichter am Wahlabend bei der Union: Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann äußert sich enttäuscht über den Ausgang der Bürgerschaftswahl, bei der ihre Partei nur noch drittstärkste Kraft wird. "Gut gekämpft, aber das Wahlziel leider nicht erreicht", sagt sie. "Es gab leider keine Wechselstimmung. Das ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Merkel ruft die Union zu Geschlossenheit auf

Quelle: dapd

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CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe räumt in Berlin eine "schmerzhafte Niederlage und herbe Enttäuschung" seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl ein. Gröhes Erklärung für die Wahlpleite: Weil sich SPD und Grüne frühzeitig auf die Fortsetzung ihrer Koalition festgelegt hätten, habe für die Wähler in Bremen aber auch "eine reale Wechselperspektive" gefehlt.

Lötzsch auf Rosa Luxemburg Konferenz

Quelle: dpa

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Aufatmen bei der Linken: Endlich ein für die Partei positiver Wahlabend nach parteiinternen Machtkämpfen und den Schlappen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Linken-Parteivorsitzende Gesine Lötzsch sagt, zwar habe man Stimmen verloren, der Wiedereinzug in die Bürgerschaft nach parteiinternen Querelen sei aber ein Erfolg. Gerade in einem Bundesland wie Bremen, in dem SPD und Grüne eine große Koalition bildeten, werde eine "soziale Opposition" gebraucht.

Abgeordneter Timke steht wegen Wahlfaelschung vor Gericht

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Freude bei der rechtspopulistischen Wählergemeinschaft Bürger in Wut (BIW). Die Klein-Partei übersprang in Bremerhaven die Fünf-Prozent-Hürde und sicherte sich damit einen Sitz im Bremer Landtag - den wird Spitzenkandidat Jan Timke einnehmen. "Dass wir das zum zweiten Mal geschafft haben, ist positiv zu bewerten", so Timke, der bereits seit vier Jahren im Landesparlament sitzt. Mit einem landesweiten Ergebnis von etwa vier Prozent sei das Ergebnis von vor vier Jahren (0,8 Prozent) verfünffacht worden, sagte Timke.

FDP-Wahlkampfkundgebung in Bremen

Quelle: dpa

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Die Bremer FDP verpasste klar den Einzug in die Bürgerschaft. Spitzenkandidat Oliver Möllenstädt sprach von einem "bitteren Ergebnis". Trotz der Niederlage betont Möllenstädt: "Es gibt keinen Grund, jetzt die Ohren hängen zu lassen."

Bundesparteitag der FDP

Quelle: dapd

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FDP-Generalsekretär Christian Lindner sieht in der schweren Niederlage der Liberalen bei der Bremer Bürgerschaftswahl noch keine Aussage über ihr neues Personaltableau. "Wir haben gerade erst angefangen mit der Neuaufstellung", sagt er. Den Ausgang der Bremen-Wahl will er nicht als erste Schlappe für den neuen Parteichef Philipp Rösler gewertet wissen. Die Liberalen hätten gerade erst damit begonnen, nach ihrer Neuaufstellung Vertrauen zurückzugewinnen.

FDP-Vorsitzender und Fraktionschef Wolfgang Kubicki

Quelle: dpa

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Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki rechnete schon mit einer Pleite seiner Bremer Parteifreunde: "Eine große Überraschung ist dieses Ergebnis nicht: Nach wie vor leiden die Landesverbände unter dem Bundestrend, und der hat sich - eine Woche nach dem Bundesparteitag in Rostock und der Wahl eines neuen Bundesvorsitzenden - noch nicht umkehren lassen", sagt Kubicki.

© sueddeusche.de/dapd/rtr/ap/jube

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