USA Trump will Grenze schließen

(Foto: Johan Ordonez/AFP)

Tausende Migranten aus Zentralamerika sind nach Mexiko gekommen. US-Präsident Donald Trump droht ihnen nun mit der Schließung der mexikanisch-amerikanischen Grenze.

Von Hubert Wetzel, Washington

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, die Grenze zu Mexiko mithilfe des Militärs zu schließen, sollte das südliche Nachbarland den Marsch von Tausenden Migranten aus Zentralamerika nicht stoppen. Es sei ihm egal, ob das negative Folgen für das erst jüngst mit Mexiko vereinbarte Handelsabkommen hätte, twitterte er am Donnerstag. "Der Sturmangriff auf unser Land an unserer Südgrenze, einschließlich der kriminellen Elemente und der Drogen, die hereinströmen, ist für mich wichtiger als Handel", schrieb er.

Berichten zufolge sind derzeit etwa 4000 Menschen aus Honduras zu Fuß auf dem Weg nach Norden zur mexikanisch-amerikanischen Grenze. Der Treck hat Guatemala erreicht und könnte bald in Mexiko eintreffen. Sollten die Behörden dort diesen "Ansturm" nicht aufhalten, "werde ich das US-Militär einsetzen und unsere Südgrenze schließen", warnte Trump. Zudem werde er alle amerikanischen Hilfszahlungen an Honduras und Guatemala streichen.

Trump steht politisch unter Druck aus den eigenen Reihen. Er verspricht seinen Anhängern immer wieder, die illegale Migration in die USA zu beenden. Allerdings ist die Zahl illegaler Grenzübertritte aus Mexiko jüngst wieder deutlich gestiegen. Vor allem Menschen aus dem von Armut, Kriminalität und Bandengewalt geplagten Zentralamerika versuchen, in die USA zu gelangen. Angesichts der bevorstehenden Kongresswahl versucht der Präsident daher, die republikanischen Wähler mit scharfen Tönen gegen Einwanderer zu mobilisieren. Das erklärt auch, warum er in seinen Tweets am Donnerstag mehrmals Demokraten attackierte: Der Migrantenmarsch werde von ihnen "angeführt", sie wollten offene Grenzen und schwache Einwanderungsgesetze.