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US-Wahl:Was heißt das nun für die konkreten Wahlchancen?

[] Colorado: In Colorado geht es um neun Wahlmännerstimmen. Die beiden aktuellsten Umfragen sehen Obama knapp vorne. Beim Umfrageinstitut "We Ask America" sind es bei einer Umfrage vom 30. Oktober drei Prozentpunkte mehr. Eine Umfrage für die Zeitung Denver Post von Survey USA vom 28. bis 31.Oktober kam auf zwei Prozentpunkte Vorsprung für Obama. Bei der vorangegangenen Wahl 2008 hatte Obama seinen Herausforderer John McCain hier noch um neun Prozentpunkte abgehängt.

[] Iowa: Es zeichnet sich ein Sieg Obamas ab. Bei Des Moines Register geht der Präsident mit fünf Prozentpunkten in Führung. Gravis Marketing spricht von vier Punkten Vorsprung. In Iowa gibt es sechs Wahlmänner.

[] Nevada: Im Glücksspiel-Paradies Nevada konnte Obama seinen Vorsprung in den letzten Wochen ausbauen. In der letzten Oktoberwoche ergab eine Umfrage der Zeitung Las Vegas Review Journal einen Vorsprung um vier Prozentpunkten für den Präsidenten. Nevada verfügt über sechs Wahlmänner.

[] New Hampshire: Nur vier Wahlmänner gibt es in dem Staat und wie sie sich entscheiden, bleibt weiterhin unklar. Die Universität von New Hampshire befragte die Einwohner vom 31.Oktober bis 2. November. Dabei kam sie auf ein Unentschieden. Gravis Marketing sah am 1. November Obama immerhin mit einem Prozentpunkt in Führung.

Was heißt das nun für die konkreten Wahlchancen? Da helfen die Pfade der New York Times. Und die zeigen, dass viel für einen Sieg Obamas spricht. Während es für den Präsidenten 431 Wege ins Weiße Haus gibt, kommt sein Herausforderer nur auf 76. Michigan und Pennsylvania werden bei der New York Times angesichts des deutlichen Vorsprungs schon den Demokraten zugeschlagen.

Der einfachste Weg zum Sieg führt Obama dann über einen Erfolg in Florida. Wenn er dort gewinnt, reicht ein einziger weiterer "Swing State" aus. Florida ist aber alles andere als sicher für Obama. Verliert er den "Sunshine State" würden Obama unter anderem Siege in Ohio und North Carolina reichen. Klappt es dort nicht, genügten Viriginia und Wisconsin.

Republikanischer Verlierer

Zehn Dinge, die Sie nicht über Mitt Romney wissen

Romney muss für einen Sieg hingegen deutlich mehr "Swing States" gewinnen. Selbst bei einem Sieg in Florida, würden Ohio - wo er in Umfragen deutlich und konstant hinten liegt -, North Carolina und Virginia nicht zum Sieg reichen.

Wie eng das Rennen noch ist, zeigt ein Wahlkampfauftritt Romneys am Sonntag in Pennsylvania. Den hatten die Republikaner schon fast aufgegeben. Die Demokraten werten den Abstecher deshalb als Verzweiflungsakt - Romney habe erkannt, in Ohio nicht mehr gewinnen zu können. Dennoch schickten sie den früheren Präsidenten Bill Clinton hinterher.

Vielleicht liegt am Ende auch keiner der beiden Kandidaten vorne. Fünf der 512 Wege führen zum Patt.

© Süddeutsche.de/mahu/woja
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