US-Wahl:Trump gegen Clinton - Bilder des Hasses

Der Republikaner wird wohl verlieren. Doch die Wut seiner Anhänger bleibt. Bilder die zeigen, wie hässlich der Wahlkampf in den USA ist.

Von Sebastian Gierke

15 Bilder

Donald Trump Campaigns In PA After Presidential Debate

Quelle: AFP

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Donald Trump wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Präsident der USA. Er wird vermutlich gegen Hillary Clinton verlieren. In Umfragen liegt der Republikaner weit zurück. Doch noch geben die Trump-Fans nicht auf. Viele basteln Schilder. Oder T-Shirts. Oder Hüte. Hauptsache auffallen in der großen Trump-Show. Nicht immer steht dabei die Kreativität im Vordergrund. Oft ist es Aggressivität.

Republican presidential nominee Donald Trump at a campaign stop in Tampa, Florida

Quelle: AFP

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Harmlos erscheint da noch dieser Herr, der sich offenkundig den D.A.D.D.D. angeschlossen hat. Den "Dad's (sic!) Against Daughters Dating Democrats". Ob seine Tochter tatsächlich ihrem Vater folgt? Auf den Trump'schen Wahlkampfveranstaltungen sind Frauen jedenfalls in der Unterzahl.

RNC in Cleveland 2016

Quelle: dpa

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Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Trump-Fans und seinen Gegnern. Auf dem Parteitag der Republikaner in Cleveland, Ohio, kämpften ein Mann und eine Frau um ein Banner, das die Frau entrollen wollte.

Republican Presidential Nominee Donald Trump Campaigns In Cleveland, Ohio

Quelle: AFP

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Hier wird ein Anhänger von Hillary Clinton von Trump-Fans aus dem Saal in Cleveland gebuht.

A supporter of Republican U.S. presidential nominee Donald Trump holds a shooting target with image of Hillary Clinton at a campaign rally in Virginia Beach

Quelle: REUTERS

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Einige Trump-Fans kämpfen weniger für ihren Kandidaten, als vielmehr gegen Hillary Clinton. Sie haben die Demokratin im Visier. Und einige schrecken auch nicht davor zurück, ihr Gewalt anzudrohen.

Republican Presidential Nominee Donald Trump Campaigns In Johnstown, Pennsylvania

Quelle: AFP

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Die USA sind ein gespaltenes Land. Das hat dieser Wahlkampf so deutlich gemacht wie keiner zuvor. Vor allem die weißen Arbeiter stehen an der Seite Trumps. Nur selten sind auf seinen Veranstaltungen Schwarze oder Latinos zu sehen.

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Quelle: AFP

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"Hillary for Prison" ist einer der vielen Slogans, die Trump-Anhänger verwenden. Buttons damit sind sogar im offiziellen Trump-Store zu erwerben. Es ist vor allem die E-Mail-Affäre, die Trump seiner Gegnerin zum Vorwurf macht.

Candidates Hillary Clinton And Donald Trump Hold Second Presidential Debate At Washington University

Quelle: AFP

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Clinton wird regelrecht dämonisiert. Woher kommt der Hass, der sich vor allem bei Trump-Fans immer wieder Bahn bricht? Viel ist darüber geschrieben worden. Ganz sicher trägt Trump selbst daran große Schuld. Er ist ein Sexist, er ist ein Rassist. Er macht es seinen Anhängern vor. Und die feiern ihn dafür.

Supporters of Republican U.S. presidential nominee Donald Trump scream and gesture at members of the media in a press area at a campaign rally in Cincinnati

Quelle: REUTERS

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Eine interessante These hat Atlantic-Autor Conor Friedersdorf skizziert: Weil sie insgeheim ihren eigenen Kandidaten nicht sonderlich gut finden, müssen die Konservativen seine Gegnerin umso schlechter machen. Nur so können sie ihre Entscheidung, für Trump zu stimmen, vor sich selbst rechtfertigen.

A supporter gestures at the media as Republican Presidential nominee Donald Trump addresses supporters during a campaign rally for Republican Presidential Donald Trump in Cincinnati

Quelle: REUTERS

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Eine andere Erklärung: In der Vergötterung Trumps steckt eine ganze Menge Unsicherheit. Dieser pubertär-aggressive Narziss entblößt eine Schwäche. Eine Schwäche der Republikaner, eine Schwäche der Weißen, die in den kommenden Jahren zu einer Minderheit werden. Und Schwäche führt zu Hass. Es sind die Rückzugsgefechte der weißen Mittelklasse, die Trump anführt. Auf verlorenem Posten.

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Quelle: AP

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Glauben die Menschen wirklich, dass Trump die Zukunft gehört? Nicht nur bei einigen Motiven, mit denen sie ihren Kandidaten feiern, stellt sich die Frage: Wo bleibt der Sinn für die Realität?

Donald Trump Holds Rally

Quelle: AFP

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Trump ist Pro­dukt der Show, vor allem des Fern­se­hens. Er wurde bekannt durch Rea­li­ty-TV, auch beim Wrestling, dem modernen Gladiatorenkampf, hat er mitgemischt. Viele Zuschauer sind fasziniert von solchen For­ma­ten, weil sie einfach strukturiert sind. Es gibt eine klare Rollenverteilung, es gibt Gut, es gibt Böse. Die Komplexität der Welt wird eingedampft auf ein 16:9-Format und gut konsumierbare 90 Minuten. So hat auch Trump seinen Wahlkampf geführt.

A supporter of Republican presidential nominee Donald Trump stands outside Trump Tower where Trump lives, in the Manhattan borough of New York

Quelle: REUTERS

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Das zeigt sich auch an seinen Fans. Wer sie fragt, wofür sie sind, der bekommt meist zu hören, wogegen sie sind. Diese Aktivistin vor dem Trump Tower in New York hat ihre Botschaften, ähnlich einer lebenden Litfaßsäule, auf ihren Körper geheftet. Gegen den IS, gegen "Killary" Clinton und den New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio.

A supporter of Republican presidential nominee Donald Trump stands outside Trump Tower where Trump lives, in the Manhattan borough of New York

Quelle: REUTERS

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Nach der Wahl am 8. November wird viel politische Kultur in den USA zerstört sein. Die Frage, die dann wichtig wird: Werden die Trump-Fans die Niederlage akzeptieren, nach all den Lügen und vor allem dem Geraune über Wahlbetrug? Werden die USA wieder zusammenfinden?

© SZ.de/pamu
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