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US-Wahl:Es ist so gut wie unmöglich, die US-Wahl zu fälschen

  • Donald Trump wittert den großen Betrug und sät Zweifel an den Ergebnissen der Wahl an, noch bevor diese stattgefunden hat.
  • Dass das Szenario eintritt, vor dem Trump seit mehreren Monaten warnt, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Der republikanische Anwärter für das Präsidentenamt, Donald Trump, hat während der dritten und letzten TV-Debatte in aller Klarheit gesagt, dass er dem demokratischen Wahlprozess in den USA derzeit nicht traut. Moderator Chris Wallace wollte von ihm wissen: "Werden Sie die Ergebnisse dieser Wahl vollständig anerkennen?" Trump antwortete: "Ich werde mir das ansehen." (Hier die Einzelheiten im SZ-Liveblog zum Nachlesen.)

us-wahlkampf-trump-setzt-verschwoerungstheorien-gezielt-ein-1.3107270" data-pagetype="EXTERNAL" data-id="">Seit Monaten warnte Trump, dass die US-Wahl gefälscht werden könnte. Dieses Angstszenario scheint er jetzt in den letzten Wochen vor der Wahl zum bestimmenden Thema machen zu wollen. Wenn Donald Trump verliert, so scheint Trump zu glauben, dann könne das nur daran liegen, dass die andere Seite mit unfairen Mitteln arbeite. Umfragen zufolge scheint die Taktik vor allem unter Trump-Wählern zu wirken: Die Mehrheit von ihnen glaubt, dass es zu Fälschungen bei der Stimmabgabe komme.

Es ist nicht das erste Mal, dass in den USA vor einer Fälschung der Wahl gewarnt wird. Es ist jedoch das erste Mal, dass ein Kandidat der beiden großen Parteien eine solche These aufstellt, bevor der Großteil der Stimmen abgegeben wurde.

Ein Szenario, das wahrscheinlich ist? Nein.

Doch wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Lässt sich eine Wahl in der größten Volkswirtschaft der Welt mit 50 Bundesstaaten und mehr als 300 Millionen Einwohnern manipulieren? Im Rahmen ihres Faktenchecks beantwortete die Washington Post die Frage mit einem Wort: " Nein."

Dabei ist es relativ einfach, die Wahlmaschinen selbst ins Visier zu nehmen. Viele von ihnen sind anfällig für Schwachstellen, die Hacker ausnutzen können ( mehr dazu hier). 20 Prozent der eingesetzten Maschinen verwenden einen Wahlprozess, der komplett digital abläuft.

Digitale Informationen lassen sich manipulieren. Käme es zu einer Fälschung, wäre diese Manipulation nicht nachzuweisen. Die restlichen Maschinen verwenden eine Art von "Papierspur", auf der sich die abgegebenen Stimmen überprüfen lassen.