Trauerfeier in ParisTrauer um getöteten Polizisten: "Ich leide ohne Hass"

Hunderte Polizisten, Politiker und der Lebensgefährte gedenken in Paris des bei einem Terrorangriff getöteten Polizisten. Staatschef Hollande sendet einen Appell an seine zwei möglichen Nachfolger.

Von Leila Al-Serori, Paris

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Die Marseillaise, die französische Nationalhymne, erklingt, als die Menschen langsam den Platz füllen. Hunderte Polizisten haben sich zusammengefunden im Hof der zentralen Polizeipräfektur in Paris, gleich neben der berühmten Kathedrale Notre-Dame, um ihrem getöteten Kollegen die letzte Ehre zu erweisen.

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Auch die französische Regierung ist gesammelt erschienen. Der demnächst aus dem Amt scheidende Staatschef François Hollande - hier mit Premierminister Bernard Cazeneuve (rechts) - muss zum wiederholten Mal in seiner Amtszeit eines Terroropfers gedenken.

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Er hat die beiden Präsidentschaftskandidaten eingeladen, die in knapp zwei Wochen in einer Stichwahl gegeneinander antreten werden: En-Marche!-Gründer Emmanuel Macron und ...

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... Marine Le Pen, die ihr Amt als Chefin des Front National wegen ihrer Kandidatur vorübergehend ruhen lässt. Schweigend stehen beide in der ersten Reihe.

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Diesmal traf es Xavier Jugelé. Der Polizist wurde am Donnerstagabend im Alter von nur 37 Jahren von einem mutmaßlichen Islamisten erschossen, mitten auf den Pariser Champs-Élysées.

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Trommelschläge erklingen, als der Sarg des Getöteten in die Mitte des Hofes getragen wird, gehüllt in die französische Flagge.

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Im Innenhof, aber auch vor der abgesperrten Polizeizentrale haben sich Hunderte Menschen versammelt, um dem Gedenken und den Reden auf einer Leinwand zu folgen, viele von ihnen Polizisten. Niemand von ihnen spricht ein Wort, die ganze Stunde, die die Hommage dauert.

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Als Erster tritt Etienne Cardiles ans Rednerpult, der Lebensgefährte des ermordeten Xavier Jugelé . "Ich leide ohne Hass", sagt er.

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Ihm folgt Hollande, sichtlich mitgenommen. "Wir sind hier, um die Trauer, den Schmerz der Familie und der Kollegen von Xavier Jugelé zu teilen", sagt der Staatspräsident. Wieder habe die Republik einen mutigen Bürger durch die Fanatiker verloren, "einen Beschützer des französischen Volkes".

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Hollande erinnert auch an die zwei Polizisten, die bei der Attacke auf den Champs-Élysées ebenso verletzt wurden, "auf der schönsten Straße der Welt". Er betont, dass Jugelé nach dem Anschlag auf die Konzerthalle Bataclan im November 2015 auch am Tatort war, um den Ort zu sichern und Verwundeten zu helfen. "Nun wurde er selbst Opfer des Hasses."

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Die letzten Minuten seiner Rede nutzt Hollande, um den Kampf seiner Regierung gegen den Terror zu unterstreichen, die Aufstockung an Sicherheitskräften. Er will auf dieser wohl letzten Bühne seiner Amtszeit nicht tatenlos wirken. Zuletzt appelliert er noch an seine zwei möglichen Nachfolger (hier in der Mitte: Emmanuel Macron), die finanziellen Ressourcen dafür weiterhin zu stellen. "Es ist ein schwieriger Weg, aber ich hoffe, er wird erfolgreich sein."

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