bedeckt München
vgwortpixel

Antisemitismus:Selbstverteidigung

Tür mit Schwarz
Synagoge Halle

Die Tür der Synagoge in Halle, Humboldtstraße 52: Steht man direkt vor ihr, erkennt man noch die Spuren von Blei, dort, wo die Kugeln ins Holz eingedrungen sind.

(Foto: REUTERS / FABRIZIO BENSCH)

Die 51 Menschen in der Synagoge von Halle verdanken ihr Leben einem starken Stück Holz. Gekauft von einer Spende aus New York. 13 000 Euro. Die Geschichte einer Tür.

Die berühmteste Tür der Republik befindet sich in Halle an der Saale, Humboldtstraße 52. Sie verschließt den Eingang zum Vorhof einer Synagoge. Auf den ersten Blick wirkt sie gewöhnlich, schlichtes braunes Holz, eingefasst in eine gelbe Backsteinmauer. Tatsächlich aber ist sie ein echtes Hindernis. Steht sie offen, sieht man, wie massiv sie tatsächlich ist. Die Bilder der Einschüsse, die bis heute wie Narben neben, über und unter dem Schloss zu sehen sind, gingen um die Welt. So wie das Video des Täters, Stephan B., der fluchend und ratlos vor dieser Tür steht. Und an ihr scheitert.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Fehlerkultur
Der Fehler meines Lebens
Teaser image
Tinnitus
"Der Arzt sagte, damit müsse ich jetzt leben"
Teaser image
Esken und Walter-Borjans im Interview
"Wir müssen vor allem die Politik der SPD verändern"
Teaser image
Europa und China
Schaut auf dieses Land
Teaser image
Felix Lobrecht
"Ich war immer der König des Dispos"