Steuern - Koblenz:Landesamt: Bereits mehr als 62.000 Grundsteuererklärungen da

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Steuern - Koblenz: Die Webseite der Steuer-Plattform Elster ist auf einem Computerbildschirm geöffnet. Foto: Marijan Murat/dpa/Illustration
Die Webseite der Steuer-Plattform Elster ist auf einem Computerbildschirm geöffnet. Foto: Marijan Murat/dpa/Illustration (Foto: dpa)

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Koblenz (dpa/lrs) - Seit dem Start am 1. Juli sind bereits mehr 62.000 Grundsteuerklärungen aus Rheinland-Pfalz über die Steuer-Plattform "Elster" eingegangen. "Da sind wir recht positiv überrascht. Das ist schon erstaunlich, wie schnell einige Leute das direkt benutzt haben", sagte die Sprecherin vom Landesamt für Steuern in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur. Rein rechnerisch müssten infolge der Grundsteuerreform 2,5 Millionen Grundstückseigentümer landesweit ihre Erklärungen bis Ende Oktober abgeben.

Die Grundsteuer muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu berechnet werden. Haus-, Wohnungs- und Grundstücksbesitzer müssen deshalb eine Art zweite Steuererklärung abgeben, in der Regel elektronisch über "Elster" - mit Daten etwa zu Flurnummer, Baujahr, Wohnfläche und Bodenrichtwert. Wegen großen Andrangs war es jüngst zu Einschränkungen bei der Verfügbarkeit der Plattform gekommen. "Im Moment gibt es wohl eine Überlastung des Systems", hieß es.

Für viele sei das Ausfüllen der Grundsteuer-Formulare "Neuland oder keine gewohnte Praxis wie die jährliche Einkommenssteuererklärung", sagte die Sprecherin weiter. In Rheinland-Pfalz habe man alle Eigentümer angeschrieben und ihnen neben einem Informationsschreiben "als Service" auch ein Datenstammblatt geschickt, das wesentliche Daten aus dem Liegenschaftskataster enthalte. "Damit haben die Bürger viele Daten, die sie sonst doch etwas mühseliger zusammensuchen müssten." Man müsse sie aber noch einmal überprüfen.

Andere Daten wie zu Renovierung und Wohnflächen müssten die Eigentümer selbst nachschauen in Unterlagen oder Plänen. "Im Zweifelsfall muss ich tatsächlich nachmessen", schilderte die Sprecherin. Zum Ausfüllen gebe es eine Klick-Anleitung mit Screenshots wie man alles nach und nach in die Elster-Formulare eintragen könne. Möglich sei auch, dass Kinder ihre Eltern unterstützten. "Wenn ich einen Elster-Zugang habe, kann ich für andere Benutzer mit abgeben."

Es gebe etliche, die müssten zunächst einen "Elster"-Zugang beantragen. Zahlen dazu gebe es zwar keine, aber "das Anruf-Aufkommen in allen unseren Ämtern ist relativ hoch" zur Frage der Registrierung, berichtete die Sprecherin. Sie riet dazu, alles in Ruhe zu recherchieren und auszufüllen. Man müsse sich nicht "so sputen", es sei noch bis 31. Oktober Zeit.

© dpa-infocom, dpa:220712-99-990066/2

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