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Sprache:"Bei mir heißt so was Dünn-Driss"

Süddeutsche Zeitung

Ehrenfelder seit 1952, Sozialdemokrat seit 1970, Bürgermeister seit 1997: Josef Wirges, den alle aber Jupp nennen.

(Foto: Thilo Schmülgen)

Für den Bürgermeister von Köln-Ehrenfeld Josef Wirges ist "Inkohärenz" nur ein anderer Begriff für "geistiger Durchfall". Ein Gespräch über die Probleme von Politikern, komplizierte Dinge einfach zu erklären.

Interview von Christian Wernicke

Josef Wirges wurde vor 66 Jahren in jenem Bezirk geboren, den er seit fast 22 Jahren als Bürgermeister regiert: Köln-Ehrenfeld, dem einstigen Arbeiterviertel, heute Trendadresse für Besserverdienende mit Uniabschluss. 108 000 Menschen leben dort, 40 000 von ihnen haben Migrationshintergrund. Wirges, Rufname Jupp, Sozialdemokrat, ist ehrenamtlicher Kümmerer mit monatlich 875 Euro Aufwandsentschädigung. Was er nicht hat: Abitur, Studium und den Drang, ständig in akademischen Wörtern zu reden. Was er hat: Mittlere Reife und die Fähigkeit, so zu reden, dass jeder ihn versteht. Ein Gespräch über einen Vorteil, der oft unterschätzt wird.

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