Sportpolitik:WADA-Bericht für 2014: Mehr Tests, weniger positive Fälle

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Montréal (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat im vorigen Jahr fünf Prozent mehr Kontrollen durchgeführt, zugleich aber 10,7 Prozent weniger positive Tests registriert.

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Montréal (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat im vorigen Jahr fünf Prozent mehr Kontrollen durchgeführt, zugleich aber 10,7 Prozent weniger positive Tests registriert.

Die Zahl der weltweit analysierten Proben sei auf 283 304 gestiegen, in 3153 Fällen wurden verbotene Substanzen oder Methoden nachgewiesen, heißt es im jetzt veröffentlichten Testbericht für 2014. Das entspricht einer Quote von 1,11 Prozent. Im Jahr davor gab es bei 269 878 Tests noch 3529 auffällige Proben.

Die aktuellen Zahlen basieren auf den Tests durch Sportverbände und nationale Anti-Doping-Agenturen, deren Ergebnisse in den 33 von der WADA akkreditierten Labors - darunter in Köln und Kreischa - analysiert wurden. Nicht alle positiven Proben zogen Sanktionen nach sich.

Demnach wurden 2014 in China die meisten Kontrollen durchgeführt (13 180), in Russland waren es 12 556, dann folgt die NADA in Deutschland (9073). In Jamaika, wo auch die Sprintstars um Usain Bolt trainieren, gab es nur 347 Kontrollen durch die nationale Agentur JADCO - und keinen einzigen positiven Fall. In der Ukraine wurden ganze zwei Tests registriert - immerhin bei einer „Erfolgsquote“ von 50 Prozent.

Die mit Abstand meisten Tests registrierte die WADA im Fußball: Von 31 242 entnommenen Proben wurden in 144 (0,5 Prozent) verbotenen Substanzen nachgewiesen. In der Leichtathletik gab es 25 830 Kontrollen - 261 (1 Prozent) waren auffällig. In etwa die gleiche Quote wurde im Radsport (22 471 Proben - 221 positiv) registriert. Lediglich 306 Tests - und damit die wenigsten in einer Sportart - gab es 2014 im Curling. In fast jeder zweiten positiven Probe (48 Prozent) wurden anabole Steroide gefunden.

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