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Klage gegen Memoiren:US-Regierung möchte an Snowdens Leaks verdienen

Edward Snowden

Unter dem Titel ´Permanent Record: Meine Geschichte" erscheinen die Memoiren von Edward Snowden in Deutschland.

(Foto: dpa)
  • Wegen der Veröffentlichung seiner Memoiren hat der frühere Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden nun eine weitere juristische Auseinandersetzung mit der US-Regierung.
  • Diese klagt wegen der Veröffentlichung des Buches. Sie vertritt die Ansicht, dass die Einnahmen daraus den Vereinigten Staaten zustehen - und nicht dem Whistleblower oder dessen Verlag.

Die US-Regierung hat Klage gegen den Whistleblower Edward Snowden wegen der Veröffentlichung seiner Memoiren eingelegt. Zum Verkaufsstart des Buches "Permanent Record" teilte das US-Justizministerium mit, Snowden habe mit dem Buch gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen verstoßen, die er als früherer Mitarbeiter mit den US-Geheimdiensten CIA und NSA unterzeichnet habe.

Snowden wird demnach vorgeworfen, das Buch veröffentlicht zu haben, ohne es - wie in den Vereinbarungen vorgesehen - vorab zur Überprüfung vorzulegen. Das Ministerium teilte weiter mit, mit der Klage solle nicht die Veröffentlichung oder Verbreitung des Buches gestoppt werden. Die Regierung wolle stattdessen auf die Einnahmen zugreifen, die Snowden durch das Buch erziele. Dessen Verleger habe "keine legitimen Ansprüche auf Snowdens Einkünfte", zitiert der Nachrichtensender CNN das Justizministerium. Diese gehörten den Vereinigten Staaten.

Snowdens Autobiografie kam am Dienstag in den USA und auch in Deutschland in den Buchhandel. Der 36-Jährige arbeitete früher für die beiden US-Geheimdienste und hatte dort Zugang zu geheimen Informationen. 2013 spielte er Journalisten Dokumente zu illegalen Überwachungsaktivitäten der US-Geheimdienste zu. Seitdem ist der Whistleblower auf der Flucht vor den US-Behörden.

Snowden lebt seit sechs Jahren im Exil in Russland. Die dortige Regierung hatte ihm Asyl gewährt. Es gilt noch bis 2020. Europäische Staaten haben Aufnahmebitten des US-Amerikaners hingegen abgelehnt, auch die deutsche Regierung.

Snowden hat diese Woche im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erneut betont, dass er gerne in die USA zurückkehren würde - wenn ihn dort ein faires Gerichtsverfahren erwarte.

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