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Proteste in Russland:Öffentlichkeit, sagt Polichowitsch, ist das Einzige, was hilft

An diesem Tag steigt Polichowitsch auf die Bühne, obwohl er das Risiko kennt, besser als alle anderen. Es ist ein Samstag. Das Wetter ist schlecht, er trägt einen durchsichtigen Einmalregenmantel über dem schwarzen Pulli. "Ich habe drei Jahre, drei Monate und drei Tage im Gefängnis gesessen", ruft er den Menschen zu, die vor ihm auf dem abgesperrten Sacharow-Prospekt stehen. 50 000 Menschen, eingepfercht wie Schafe. Es ist die größte Demonstration seit seiner ersten Verhaftung. "Jetzt stehe ich vor euch, weil ich wütend bin", ruft Polichowitsch, der auf der Bühne hin und her läuft. "Ich bin wütend, dass die Geschichte sich wiederholt. Ich bin wütend, weil anonyme Menschen in Helmen, Masken und Rüstung wehrlose Menschen schlagen." Am Ende seiner Rede sagt er über die Polizisten, Richter und Bürokraten, frei übersetzt, dass sie "den Arsch offen" hätten. So wütend ist er.

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