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Regierung - Neuburg am Rhein:Dreyer startet Sommerreise zum Thema Gesundheit und Pflege

Mainz (dpa/lrs) - Die Rheinland-Pfälzer werden weniger - und älter. Dem Statistischen Landesamt zufolge könnte die Bevölkerungszahl bis 2040 auf knapp 3,97 Millionen fallen, das würde auch die Bereiche Pflege und Gesundheit vor große Herausforderungen stellen. Denn die Zahl der 65-Jährigen und Älteren würde den Prognosen zufolge wachsen: Bis 2040 gäbe es dann etwa 313 000 Senioren mehr (plus 36 Prozent). Dies würde den Bedarf an Pflegeeinrichtungen stark steigen lassen.

"Neue Wege in Gesundheit und Pflege" - so lautet auch das Motto der Sommerreise von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die am (heutigen) Montag beginnt. Bis zum 8. August besucht die SPD-Politikerin in vier unterschiedlichen Regionen zukunftsweisende Projekte, die Antworten auf die Herausforderungen in Gesundheit und Pflege geben. "Ich möchte bei der Reise deutlich machen, dass dieses Thema zu den Schwerpunkten der Landesregierung für gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land gehört", sagte sie. "Mein Ziel ist es, dass alle Menschen bis ins hohe Alter gut in unserem Land leben können."

Zu Beginn besucht Dreyer in Neuburg am Rhein (10.00 Uhr) eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Die Einrichtung bietet zwölf älteren Menschen in ihrem angestammten Wohnquartier mit einem hohen Grad an Selbstbestimmung ein Zuhause. Mit dem Projekt WohnPunkt RLP unterstützt die Landesregierung Dörfer wie Neuburg mit bis zu 5000 Einwohnern beim Aufbau solcher Gemeinschaften. Ab dem kommenden Jahr ist dies auch für Kommunen bis 10 000 Einwohner möglich.

Anschließend spricht Dreyer in Herxheim (12.30 Uhr) mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Pflegestützpunkten und des Projekts Gemeindeschwester plus aus dem Kreis Südliche Weinstraße. Die bundesweit einzigartige Initiative Gemeindeschwester plus liege der Ministerpräsidentin "ganz besonders am Herzen", hieß es. Die Erfahrungen flossen im vergangenen Jahr in den Koalitionsvertrag von SPD und Union in Berlin ein. In Rheinland-Pfalz sollen sich neben den bisher beteiligten Landkreisen und kreisfreien Städten zunächst sieben neue Kommunen an dem Projekt beteiligen können, hieß es.

Zum Abschluss des ersten Tages steht in Ludwigshafen (15.00 Uhr) ein Besuch der Integrierten Leitstelle auf dem Programm. Die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises hatte die Leitstelle im Mai 2018 zusammen mit der Stadt Ludwigshafen und dem Roten Kreuz eingerichtet. Sie koordiniert Einsätze des Rettungsdienstes, des Brandschutzes und des Katastrophenschutzes für die gesamte Vorderpfalz - im Gebiet leben rund 600 00 Menschen. Die rund 13,3 Millionen Euro teure Einrichtung ist eine von acht Integrierten Leitstellen in Rheinland-Pfalz.