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Reaktionen auf Verbalattacke von Donald Trump:"There. Is. No. Excuse."

Donald Trump sorgt mit seinem frauenfeindlichen Angriff auf TV-Journalistin Megyn Kelly für Entsetzen - vor allem bei seinen Konkurrenten aus der eigenen Partei.

Donald Trump ist omnipräsent: Alles dreht sich um seinen frauenfeindlichen Angriff auf Moderatorin Megyn Kelly bei der TV-Debatte der Republikaner. Weiß irgendjemand noch, was einer der anderen, bald unzählbaren Präsidentschaftskandidaten der Konservativen im Fernsehen gesagt hat? Eben.

So viel Trump-Polemik war diesmal sogar für die Republikaner zu viel. Auf Twitter und Facebook überbieten sich die Kandidaten mit Kritik. Sehr klare Worte fand etwa die einzige weibliche republikanische Präsidentschaftskandidatin Carly Fiorina - und bekam dafür prompt die Zustimmung eines ihrer Konkurrenten.

Auch Kandidat George Pataki stört sich an den Entgleisungen des Milliardärs Trump. Ungefähr genauso sehr scheint ihn aber der Grund für die nun einsetzende Schelte zu stören. "Mit allem gebotenen Respekt für Megyn Kelly, die Empörung über Trumps polarisierende Sprache ist längst überfällig", schreibt er auf Twitter und fragt, warum alle seine Konkurrenten um die Tatsache herumtanzten, dass Trump kein geeigneter US-Präsident sei.

Andere Republikaner argumentieren, dass Trump zum Henker für die Ambitionen der Republikaner auf das höchste Amt im Land werden könnte - und ihrer schärfsten Widersacherin Hillary Clinton damit ordentlich in die Hände spielt.

Selbst der erzkonservative und einflussreiche Blogger und Journalist Erick Erickson (hier im Porträt) lud ihn aus seiner Diskussionsrunde aus - und stattdessen Megyn Kelly ein. Trump wehrt sich mit einem seiner beliebtesten Argumente: Für Political Correctness habe er keine Zeit, die würde das Land schwach machen. Das will Erickson aber nicht gelten lassen. Der Blogger veröffentlichte außerdem Mails, die er auf die Ausladung von Trump hin bekommen haben soll. Darin wird er beschimpft.

Medien-Tycoon Rupert Murdoch, der quasi der Urvater des konservativen TV-Senders Fox News ist, bei dem die Debatte stattfand, twitterte, sein "Freund Donald" müsse noch lernen, dass dies das öffentliche Leben sei.

© Süddeutsche.de/dayk/jobr

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