Politik kompakt Obama befürwortet diplomatische Lösung mit Iran

Die Auseinandersetzung mit Iran war das bestimmende Thema in Obamas erster Pressekonferenz des Jahres. Auch wenn der US-Präsident ein militärisches Eingreifen nicht ausschließt, setzt er weiter auf Diplomatie. Zu den Konflikten in Syrien und Afghanistan bezog Obama ebenfalls Stellung.

Meldungen im Überblick

US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag seine Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm bekräftigt. Die USA würden eine nukleare Bewaffnung des Iran nicht tolerieren und auch ein militärisches Eingreifen nicht ausschließen, sagte Obama am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Washington. Es gebe aber nach wie vor die Möglichkeit, den Streit mit Hilfe von Diplomatie beizulegen.

US-Präsident Obama bei der ersten Pressekonferenz des Jahres: Er hoffe weiter auf eine diplomatische Lösung mit dem Iran.

(Foto: dpa)

Seinen republikanischen Kritikern warf er vor, mit Blick auf den Iran die "Kriegstrommeln zu schlagen". Sie ließen die "Kosten des Krieges" außer Acht in ihrem Drängen, den Iran zu bestrafen und Israel zu verteidigen, sagte Obama.

Er hingegen konzentriere sich auf "lähmende Sanktionen", die bereits gegen den Iran verhängt worden seien, und internationalen Druck, um Teheran von der Entwicklung einer Atomwaffe abzuhalten, sagte Obama weiter. Die Iraner müssten jetzt zeigen, wie ernsthaft sie an einer Lösung des Atomkonflikts interessiert seien.

Die Spannungen mit dem Iran und Obamas Haltung dazu bildeten den Schwerpunkt seiner Pressekonferenz am sogenannten "Super Tuesday", an dem die Wahlberechtigten in zehn US-Staaten über ihren Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und damit den möglichen Herausforderer Obamas bei der Wahl im November abstimmten.

Obama nahm auch zur Lage in Syrien und Afghanistan Stellung. Die Gewalt in Syrien sei herzzerreißend, sagte er. Der US-Präsident signalisierte aber keine Bereitschaft für einen militärischen Einsatz in dem Land. Die jüngsten Proteste nach den Koran-Verbrennungen in Afghanistan würden die Notwendigkeit zu einem Rückzug der USA aus dem Krieg dort unterstreichen, sagte Obama.

Der ehemalige russische Präsident Gorbatschow kritisiert Putin hart und fordert Neuwahlen. In Syrien hat die Gewalt eine neue Dimension erreicht. Im Nordkaukasus, sowie in Nigeria sterben Menschen bei Anschlägen. Lesen Sie hier weitere Meldungen.

(dapd, Reuters)