Ostasien-Gipfel:Obama: Wir werden IS zerstören

Obama beim Ostasien-Gipfel

Obama spricht auf der Ostasien-Konferenz.

(Foto: REUTERS)
  • Die Teilnehmer des Asien-Gipfels in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur wollen dem IS-Terror Bildungsinitiativen entgegensetzen.
  • US-Präsident Obama zeigt sich zuversichtlich, dass der IS zerstört wird.
  • UN-Generalsekretär Ban fordert Russland und die USA zu gemeinsamem Vorgehen auf.

Teilnehmer des Asien-Gipfels beschwören Geschlossenheit im Kampf gegen IS

Unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge haben die 18 Teilnehmer des Ostasien-Gipfels den Terrorismus und die Verbreitung extremistischer Ideologien und Propaganda scharf verurteilt. Sie sprachen sich am Sonntag in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur für Bildungsinitiativen aus, um die Verbreitung solcher Ideologien zu stoppen.

US-Präsident Barack Obama sagte am Rande des Gipfels, die USA gingen mit aller Macht gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor. "Wir werden diese Terror-Organisation zerstören". Niemand dürfe sich einschüchtern lassen, fügte Obama hinzu. "Unser stärkstes Werkzeug im Kampf gegen die IS-Miliz ist es zu bekräftigen, dass wir keine Angst haben."

Über den Hintermann der Anschläge von Paris, Abdulhamid Abaaoud, sagte Obama dem US-Sender ABC News zufolge: "Er ist kein Superhirn - er fand ein paar andere bösartige Menschen, bekam ein paar ziemlich konventionelle Waffen in die Hände und es zeigt sich, dass man viele Menschen umbringen kann, wenn man bereit ist, zu sterben."

Den IS bezeichnete Obama als "einen Haufen Mörder", die gut in den sozialen Medien vertreten seien. "Wir prepräsentieren 99,9 Prozent der Menschheit, deswegen sollten wir zuversichtlich sein, dass wir gewinnen".

UN-Generalsekretär fordert USA und Russland zu gemeinsamem Vorgehen auf

Auch gegen den Gipfel in Kuala Lumpur lagen nach Polizeiangaben Terrordrohungen vor. Der Tagungsort wurde mit 2000 zusätzlichen Soldaten geschützt. Am Ostasien-Gipfel nahmen die zehn Länder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) sowie die USA, China, Japan, Südkorea, Indien, Russland, Australien und Neuseeland teil.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Russland und die USA auf, beim Kampf gegen Extremisten enger zusammenzuarbeiten. Anfang nächsten Jahres werde die UN einen umfangreichen Plan vorstellen, wie Gewalt und Extremismus bezwungen werden könnten, kündigte Ban in Malaysia an. "Wir müssen dafür zusammenstehen." Der gemeinsame Feind heiße IS. Auf französische Initiative hin hatte der UN-Sicherheitsrat am Freitag eine Resolution verabschiedet, die zum Kampf gegen den IS aufruft.

© SZ.de/dpa/Reuters/cmy/mkoh
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