Militärbündnis Griechenland billigt Nato-Beitritt Nordmazedoniens

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras stimmt für den Nato-Beitritt Nordmazedoniens.

(Foto: dpa)
  • Das griechische Parlament hat am Freitagabend dem Beitrittswunsch des Nachbarlandes Mazedonien zur Nato zugestimmt.
  • Bereits im Januar hatte das griechische Parlament ein Abkommen mit Skopje abgesegnet, das die Namensänderung besiegelte.
  • Mit der Annahme des neuen Landesnamens "Republik Nordmazedonien" endete im Januar ein Jahrzehnte langer Streit zwischen Athen und Skopje.

Griechenland hat als erstes NATO-Mitglied das Protokoll zum NATO-Beitritt der zukünftigen Republik Nordmazedonien ratifiziert. 153 Abgeordnete stimmten dafür, 140 Parlamentarier dagegen. Nach der Abstimmung soll das Balkanland alle internationalen Organisationen und alle Länder über seine Namensänderung informieren.

Bereits im Januar hatte das griechische Parlament ein Abkommen mit Skopje abgesegnet, das die Namensänderung besiegelte. Die Vereinbarung hatten die beiden Regierungschefs Griechenlands und Mazedoniens, Alexis Tsipras und Zoran Zaev, nach mehrmonatigen mühsamen Verhandlungen und trotz erbitterter Reaktionen der konservativen und nationalistischen Opposition im Sommer 2018 vereinbart. '"Ich heiße Nordmazedonien willkommen (in der Nato). Der Beitritt wird die Region stabilisieren", sagte Tsipras nach der Abstimmung.

Vetreter der 29 Nato-Staaten hatten vor der Abstimmung im griechischen Parlament gemeinsam mit dem mazedonischen Außenminister das sogenannte Beitrittsprotokoll in Brüssel unterzeichnet. Der Beitritt muss noch von allen anderen Parlamenten der Bündnisstaaten gebilligt werden.

Die Regierung in Athen hatte die Umbenennung seines nördlichen Nachbarn von Republik Mazedonien in Republik Nordmazedonien gefordert, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien heißt und Gebietsansprüche befürchtet wurden. Griecheland blockierte aus diesem Grund bislang den Nato-Beitritt und die weitere Annäherung Mazedoniens an die EU.

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