bedeckt München 18°

SZ Espresso:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

Interview mit SPD-Spitze Esken und Walter-Borjans

SPD-Parteichef Walter-Borjans übt Kritik an Spahn.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Anna Ernst

Das Wichtigste zum Coronavirus

EXKLUSIV SPD-Chef Walter-Borjans wirft Spahn Versäumnisse vor. Die gestiegenen Infektionszahlen der vergangenen Tage sorgen für Unruhe in der Koalition. Die Bereitstellung von Corona-Testkapazitäten halte nicht mit den Ankündigungen des Gesundheitsministers Schritt, sagt der Sozialdemokrat. "Zum erfolgreichen Umgang mit der Pandemie gehört nicht nur der Auftritt vor der Kamera, sondern auch das Klein-Klein der Umsetzung." Gerade jetzt kehren viele Urlauber zurück nach Deutschland. Von Henrike Roßbach und Mike Szymanski

Warnungen vor zweitem "Lockdown". Wirtschaftsminister Altmaier hält die jüngsten Neuinfektionszahlen von mehr als 1000 pro Tag in Deutschland für alarmierend. Nötig sei eine medizinische Einordnung, was bislang falsch gelaufen sei und geändert werden müsse. Auch Arbeitgeber und Gewerkschaften warnen. Die Nachrichten aus Deutschland im Überblick

Schulen in Großbritannien sollen im September öffnen. Premier Johnson will trotz der steigenden Zahl von Neuinfektionen die Schulen im Herbst öffnen. Die Zahl der Corona-Infizierten in den USA übersteigt mittlerweile fünf Millionen. Die Nachrichten aus aller Welt

Außerdem wichtig:

Was außer dem Coronavirus noch wichtig ist

Mehr als 200 Millionen Euro Soforthilfe für Libanon. Diese Summe kommt Außenminister Maas zufolge bei der internationalen Geberkonferenz zusammen. Zur Meldung. Libanons Premier Diab hat nach der verheerenden Detonation im Hafen von Beirut vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Im Land wächst der Zorn der Bevölkerung. Moritz Baumstieger berichtet von vor Ort (SZ Plus). Gegen die Massenproteste im vergangenen Herbst schickte die Hisbollah gewalttätige Schlägertrupps, die Einschüchterung funktionierte. Vielleicht ist jetzt die Mauer der Angst gebrochen, kommentiert Paul-Anton Krüger.

Taliban erzwingen Amnestie in Afghanistan. Die Regierung von Präsident Ghani holt sich bei der "Großen Ratsversammlung" die Erlaubnis, 400 besonders gefährliche Islamisten freizulassen. Das soll Friedensgespräche ermöglichen. Von Tobias Matern

Mehrere Festnahmen vor Präsidentschaftswahl in Belarus. In dem Land wird an diesem Sonntag gewählt. Swetlana Tichanowskaja ist die größte Herausforderin des Präsidenten Lukaschenko. Dessen Regime greift auch am Wahltag hart durch und lässt das Militär der Hauptstadt auffahren. Scheinbar willkürlich werden Passanten festgenommen, berichtet Silke Bigalke. Lukaschenko könnte sich einen Sieg mühelos zurechtzimmern - auch wenn er dann mit Protesten rechnen muss, kommentiert Frank Nienhuysen.

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

Stille Nacht. Die Augen müde, der Kofferraum voll, die Seele geborgen: Kaum etwas verbindet Menschen so stark wie eine gemeinsame Autofahrt im Dunkeln. Von Gabriela Herpell

Sorglos ins Freie. Draußen gibt es kein Ansteckungsrisiko? Das Freizeitgebaren vieler Menschen vermittelt gerade diesen Eindruck. Doch auch an der frischen Luft sollte man sich an Regeln halten. Von Christina Kunkel

Kontakt-Tagebücher sind realitätsfremd. Seit Beginn der Pandemie stellt Christian Drosten sein Talent zur Aufklärung in den Dienst der Allgemeinheit - trotz teils absurder Anfeindungen. Aber in einem Punkt hat sich der Virologe vergaloppiert. Kommentar von Werner Bartens (SZ Plus)

SZ-Leser diskutieren​

Coronavirus: Was halten Sie von Kontakt-Tagebüchern? "Klar sind diese Tagebücher realitätsfremd", meint postit und zeigt sich trotzdem überzeugt: "Sie können einen kleinen Beitrag zu den vielen anderen kleinen Beiträgen leisten." Thomasmirsch sieht es ähnlich und bezeichnet die Tagebücher als "Erinnerungshilfe, [...] die Corona-App und Angaben Dritter" ergänzt. Anders sieht es casbavaria85551 und meint: "Man kann's auch übertreiben." Diskutieren Sie mit.

© SZ.de

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite