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US-Truppenabzug aus Deutschland beschlossen

Donald Trump auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein

(Foto: Shealah Craighead/dpa)

Was wichtig ist und wird.

Von Jana Anzlinger

Was wichtig ist

Trump stimmt Abzug von 9500 Soldaten aus Deutschland zu. Das Vorhaben betrifft mehr als ein Viertel der in Deutschland stationierten US-Soldaten. Der US-Kongress könnte den Teilabzug aber noch über den Militärhaushalt blockieren oder zumindest deutlich erschweren. Und falls Trump die Wahl verlieren sollte, könnte der neue Präsident die Pläne auf Eis legen. Zur Nachricht

EXKLUSIV Streit um EZB-Anleihenkaufprogramme: Gauweiler behält sich weitere Klage vor. Der frühere CSU-Vizechef misstraut der Einschätzung des Bundestags, die Anleihenpolitik der Europäischen Zentralbank sei rechtens. Weitere Streitigkeiten vor Gericht könnten die Folge sein.

Unionsparteien einigen sich auf Reduzierung der Wahlkreise. Nach langem internen Ringen haben sich CDU und CSU auf ein Modell für eine Wahlrechtsreform geeinigt. Es sieht für die Bundestagswahl 2025 eine moderate Verringerung der Zahl der Wahlkreise von 299 auf 280 und das Nicht-Ausgleichen von sieben Überhangmandaten vor. Nun wollen sie mit der SPD verhandeln. Die Einzelheiten

Wehrbeauftragte Högl begrüßt Reformpläne für Eliteverband KSK. Die angedachten Schritte von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zur Neuordnung des Kommandos Spezialkräfte nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle seien "sehr richtig", sagt die SPD-Politikerin. Auch solle man darüber nachdenken, wie man mehr Vielfalt in die KSK bekommen und für mehr Transparenz sorgen könne. Mehr dazu

Mutmaßlicher Lübcke-Mörder kündigt Erklärung an. Erst schildert der Hauptangeklagte Stephan Ernst, wie er den Kasseler Politiker Lübcke umgebracht haben will - dann beschuldigt er einen rechten Kumpan. Damit das Gericht ihm mehr glaubt, will er sich nach der Sommerpause des Prozesses ausführlich schriftlich äußern. Die Details von Annette Ramelsberger

Die News zum Coronavirus

USA kaufen weltweite Remdesivir-Bestände auf. Das Medikament gilt als Hoffnungsträger bei der Behandlung von Covid-19-Patienten. Der US-Immunologe Fauci warnt vor 100 000 Neuinfektionen pro Tag. Sein Land bewege sich in der Pandemie in die falsche Richtung. Weltweite Meldungen im Überblick

Warum Bayerns Testoffensive kaum helfen wird. Der Freistaat spendiert Corona-Tests für alle. Das ist gut fürs Gefühl, aber weder sinnvoll noch nötig zur Pandemie-Bekämpfung - und im schlimmsten Falle sogar schädlich, kommentiert Christina Berndt. (SZ Plus)

Was wichtig wird

Deutschland übernimmt EU-Ratspräsidentschaft. Für ein halbes Jahr kann die Bundesregierung die politische Agenda der Staatengemeinschaft setzen. Herausforderungen gibt es mit der Bewältigung und den Nachwirkungen der Corona-Krise, dem nahenden möglichen ungeordneten Brexit, der Klimakrise sowie globalen Spannungen genug. EU-Parlamentspräsident Sassoli erklärt im Interview, warum er optimistisch auf die deutsche Ratspräsidentschaft blickt.

Bafin-Chef sagt wegen Wirecard vor Finanzausschuss aus. Felix Hufeld, der Präsident der deutschen Finanzaufsichtsbehörde, muss sich in dem Bundestagsausschuss zu dem Skandal um gefälschte Bilanzen in Milliardenhöhe äußern. Für seine Behörde ist der Fall ein Desaster, bei größeren Skandalen war sie bislang selten bis nie schnell genug. Zum Porträt über Hufeld (SZ Plus). Der Wirecard-Insolvenzverwalter Jaffe hat inzwischen erklärt, er rechne mit einer Zerschlagung des Zahlungsabwicklers.

Abstimmung über Verfassungsreform in Russland endet. Die Reform sieht vor allem eine Ausweitung der Machtbefugnisse des Präsidenten vor. Kritiker werfen Putin einen Staatsstreich vor, um sich weiter im Amt zu halten. Ohne diese Verfassung müsste er 2024 abtreten - mit ihr kann er bis 2036 regieren. Kritiker beklagen, dass der Kreml die Menschen in der Corona-Pandemie unnütz einer Gefahr aussetze, sich anzustecken. Die Abstimmung läuft seit dem 25. Juni. Noch am Abend werden Ergebnisse erwartet.

Urteil im Schmerzensgeldprozess gegen Germanwings. Hinterbliebene der 150 Opfer des Absturzes von 2015 wollen von der Muttergesellschaft Lufthansa ein höheres Schmerzensgeld erstreiten. Das Gericht hatte bei der mündlichen Verhandlung am 6. Mai bereits signalisiert, dass die Lufthansa möglicherweise der falsche Adressat der Klagen sein könnte. Die medizinische Überwachungspflicht könne auch Aufgabe des Staates sein, hieß es damals.

Frühstücksflocke

Mehr echte Frauenfreundschaften! Viel zu oft werden Freundinnen in Serien und Filmen als Rivalinnen dargestellt, schreibt Nhi Le in Folge zwei der jetzt-Kolumne "The Female Gaze".

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