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SZ Espresso:Das Wochenende kompakt - die Übersicht für Eilige

FILE PHOTO: EU Commission President Juncker and President of the EU Council Tusk attend EU Tripartite Social Summit in Brussels

EU-Ratspräsident Donald Tusk (li.) und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker auf dem Sozialgipfel in Brüssel Mitte Oktober.

(Foto: Yves Herman/Reuters)

Was an diesem Wochenende wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Das Wochenende kompakt

EU verweigert sofortigen Brexit-Aufschub. Die EU-Staaten wollen erst über eine Verschiebung des Brexits abstimmen, wenn die Parlamentarier im Unterhaus den Deal endgültig ablehnen sollten. Am Samstag wurde die Entscheidung über den neuen Brexit-Deal im britischen Unterhaus vertagt. Daraufhin musste Premierminister Johnson bei der EU gegen seinen Willen per Brief um eine Fristverlängerung bis zum 31. Januar bitten. Die Details von Björn Finke und Alexander Mühlauer

Erhard Eppler ist gestorben. Der SPD-Politiker war langjähriges Mitglied im Bundesvorstand der Partei, saß für die Sozialdemokraten im Bundestag und im Stuttgarter Landtag. Unter Kanzler Kiesinger wurde Eppler 1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Der frühere Bundesminister starb am Samstag im Alter von 92 Jahren in Schwäbisch Hall. Ein Nachruf von Heribert Prantl

Grüne legen deutlich zu, rechtskonservative Partei bleibt stärkste Kraft in der Schweiz. Die großen Gewinner der Nationalratswahlen sind die beiden grünen Parteien, die von der Klimadebatte profitierten. Die rechtskonservative Schweizer Volkspartei muss zwar Stimmen einbüßen, bleibt aber weiterhin stimmenstärkste Partei. Die Wahlbeteiligung lag bei unter 50 Prozent. Zur Meldung von Isabell Pfaff

Piloten warnten offenbar bereits 2016 vor Problemen bei Boeing-Software. Die Software soll später eine entscheidende Rolle bei zwei Abstürzen von Boeings 737 Max-Flugzeugen gespielt haben. Bei den Unfällen kamen 346 Menschen ums Leben. Die neuen Informationen dürften die Rückkehr der Max, bislang für Ende 2019 geplant, weiter verzögern. Die Details von Jens Flottau

EXKLUSIV Fresenius unter Korruptionsverdacht. US-Behörden werfen dem deutschen Pharmakonzern eine Reihe systematischer Bestechungsfälle vor. Nach Informationen von SZ, NDR und WDR ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen den Dialysekonzern. Mitarbeiter des Konzerns hatten von 2007 bis 2016 in mehreren Ländern Arzte und Amtsträger bestochen. Zur Nachricht von Jan Willmroth

Gewerkschaft weitet Warnstreiks bei Lufthansa-Töchtern aus. Im Tarifstreit mit der Lufthansa hat die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) ihren Warnstreik bei den Konzerntöchtern bis Mitternacht ausgeweitet. Betroffen sind mehrere Hundert Verbindungen an Flughäfen wie Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und Hamburg. Nur Nachricht

Waffenruhe in Syrien wird nicht eingehalten. Zwei Tage nach der Einigung auf eine Waffenruhe in Nordsyrien werfen sich die Türkei und die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gegenseitig Brüche der Vereinbarung vor. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben insgesamt mindestens 14 Zivilisten und acht syrische Kämpfer seit der vereinbarten Waffenruhe. Zur Meldung

3 aus 48 - Meistempfohlen am Wochenende

"Fridays for Hubraum" - Vom Hass im Netz überrollt. Der Auto-Tuner Christopher Grau hat die Facebook-Gruppe "Fridays for Hubraum" gegründet, die viele als Anti-Greta-Revolution verstehen. Ein Missverständnis, sagt er. Zum Text von Jana Stegemann

Semmeln am Sonntag sind ein Stück Lebensqualität. Der Bundesgerichtshof hat endlich den "Semmelstreit" entschieden. Davon profitieren Kunden und Bäckereien gleichermaßen. Ein Kommentar von Michael Kläsgen

G-7-Gipfel findet doch nicht in Trump-Hotel statt. Kritiker hatten die Pläne des US-Präsidenten als eklatantes Beispiel für Machtmissbrauch angeprangert. Trump sucht nun einen anderen Ort für das Treffen der wichtigsten Industrienationen. Zur Nachricht

SZ-Leser diskutieren

Wie soll sich die EU verhalten, wenn Johnson eine Fristverlängerung beantragt? "Brüssel sollte dieses Possenspiel endlich beenden und die Briten mit allen Konsequenzen aus der EU rauswerfen", fordert kayef. Ganz anderer Meinung ist earthbird, der sich eine Verlängerung wünscht, "denn es ist die einzige Chance, dass sich in Chaos-Britannien eine parlamentarische Mehrheit für ein zweites Referendum herausbildet". VIMOB schließlich hält eine Reaktion der EU für unnötig, da "Johnson die Fristverlängerung nicht wirksam beantragt hat". Diskutieren Sie mit uns.