Nach Stürmung der britischen Vertretung in TeheranDeutschland ruft Botschafter aus Iran zurück

Der Streit zwischen Iran und dem Westen eskaliert: Nach der Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran hat Außenminister Guido Westerwelle den deutschen Botschafter aus Iran nach Berlin zurückgerufen.

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Als Reaktion auf die Stürmung der britischen Botschaft in Teheran hat Deutschland seinen Botschafter aus dem Iran zurückgerufen. "In Anbetracht der gestrigen Ereignisse in Teheran hat Außenminister Westerwelle entschieden, dass der deutsche Botschafter zu Konsultationen nach Berlin zurückgerufen wird", erklärte das Auswärtige Amt.

Archivbild der Deutschen Botschaft in Teheran: Das Außenministerium hat als Reaktion auf die Stürmung der britischen Botschaft den deutschen Botschafter zurückgerufen.
Archivbild der Deutschen Botschaft in Teheran: Das Außenministerium hat als Reaktion auf die Stürmung der britischen Botschaft den deutschen Botschafter zurückgerufen. dpa

Westerwelle hatte zuvor den iranischen Botschafter in Berlin ins Auswärtige Amt einbestellt. In dem Gespräch habe Staatssekretärin Emily Haber deutlich gemacht, dass der Sturm auf die Botschaft und weitere ausländische Einrichtungen eine grobe Verletzung des Völkerrechts darstelle, hieß es anschließend. Deutschland verurteile dies auf das Schärfste.

London hatte zuvor die Schließung seiner Botschaft in Teheran und die Ausweisung aller iranischen Diplomaten aus der britischen Hauptstadt bekannt gegeben.

Am Dienstag waren Teilnehmer einer Demonstration gegen die britische Sanktionspolitik im Atomstreit mit dem Iran trotz starker Polizeipräsenz auf das Gelände der britischen Botschaft im Zentrum der iranischen Hauptstadt vorgedrungen. Sie verwüsteten Büros und ersetzten die britische durch die iranische Flagge. Zudem besetzten Demonstranten vorübergehend einen weiteren diplomatischen Komplex im Norden der Stadt. Die Übergriffe wurden international scharf verurteilt.

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© sueddeutsche.de/dpa/AFP/dapd/aho - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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