MeinungStrafjustizDie Opfer müssen sich selbst erlösen

Portrait undefined Annette Ramelsberger

Kommentar von Annette Ramelsberger

Lesezeit: 3 Min.

Irmgard Braun-Lübcke, die Witwe des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, hat den Angeklagten vor Gericht immer wieder beschworen, die Wahrheit zu sagen.
Irmgard Braun-Lübcke, die Witwe des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, hat den Angeklagten vor Gericht immer wieder beschworen, die Wahrheit zu sagen. dpa

Mordprozesse wie jener im Fall Lübcke zeigen: Angehörige sollten vom Täter nicht die Wahrheit oder Reue erwarten. Damit fügen sie sich nur Schmerz zu. Warum die Konfrontation vor Gericht trotzdem hilft.

Manche halten es nicht aus. Sie müssen rausgehen aus dem Gerichtssaal, wenn der mutmaßliche Mörder ihres Kindes, ihres Mannes spricht. Manche schluchzen, manche rufen erregt dazwischen. Der Vater eines Mordopfers im NSU-Prozess hat sich Wasser über den Kopf geschüttet, um seine Gefühle abzukühlen, es half nicht.

Zur SZ-Startseite

Psychologie
:"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"

Wer verzeiht, ist zufriedener. Die Psychologin Verena Kast erklärt, wie man am besten mit Kränkungen umgeht, was bei tief sitzenden Verletzungen hilft - und warum man bei allzu schnell versöhnlichen Menschen vorsichtig sein sollte.

SZ PlusVon Jenny Buchholz und Ulrike Heidenreich

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: