Europa Macron: "Fruchtbare Konfrontation" mit Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreis Präsident Emmanuel Macron.

(Foto: REUTERS)

Die Kanzlerin hatte im SZ-Interview Differenzen mit dem französischen Präsidenten eingeräumt. Dieser reagiert direkt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Verhältnis zu Deutschland sein Konzept einer "fruchtbaren Konfrontation" verteidigt. "Wir müssen es schaffen, augenblickliche Meinungsunterschiede zu akzeptieren, nicht zu allem völlig einig zu sein (...)", sagte Macron am Mittwochabend in Paris. "Ich glaube an die fruchtbare Konfrontation, das heißt, man schlägt vor, man testet den Partner (...)". Letztlich komme man dann zu einem Kompromiss.

Macrons Haltung ist nicht neu, der 41-Jährige hatte bereits Ende April Meinungsunterschiede zwischen Deutschland und Frankreich bei bestimmten Themen eingestanden. Als Beispiel hatte er den britischen EU-Austritt angeführt.

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Macron sprach die Klimainitiative an, die er und der niederländische Regierungschef Mark Rutte vor dem EU-Sondergipfel in der vergangenen Woche angestoßen hatten. "Wir haben es geschafft, dass sich neun (EU)-Mitgliedstaaten zusammenfinden." Vor zwei Tagen sei nun auch Deutschland zu der Gruppe gestoßen.

Macron reagierte in der Pressekonferenz auf eine Frage zu dem Interview von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Süddeutschen Zeitung. Merkel beschwor ihr gutes Verhältnis zu Macron - trotz offensichtlicher Differenzen: "Es gibt Mentalitätsunterschiede zwischen uns sowie Unterschiede im Rollenverständnis." Trotzdem stimmten Deutschland und Frankreich "in den großen Linien natürlich" überein und fänden stets Kompromisse, sagte Merkel weiter.

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