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Medienbericht:PKK will deutsche Waffen erhalten haben

  • Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge sollen mehrere Panzerabwehrwaffen und Handgranaten im Besitz der PKK sein.
  • Die Waffen stammen aus einer Waffenlieferung der Bundeswehr, die im vergangenen Jahr an die kurdischen Kämpfer ging.
  • Künftig sollen noch mehr deutsche Waffen an die Peschmerga geliefert werden.

Möglicherweise sind Waffen der deutschen Bundeswehr in die Hände der PKK gelangt. Die kurdische Organisation ist einer der schlagkräftigsten Gegner gegen den IS im Nordirak - gilt aber in Deutschland als Terrororganisation. Die Bundeswehr hatte im vergangenen Sommer Waffen nicht an sie, sondern an die kurdischen Kämpfer der Peschmerga geliefert. Sie sind die Streitkräfte der kurdischen Regionalregierung.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, sollen deutsche "Milan"-Panzerabwehrwaffen und Splitterhandgranaten des Typs DM51A1 im Besitz der PKK sein. Kämpfer zeigten dem Bericht zufolge eine leere Kiste für die Handgranaten sowie das Abschussrohr einer Bunkerfaust der Bundeswehr, die ebenfalls aus der Lieferung an die Peschmerga stammen soll.

Bundeswehr wird mehr Waffen an Peschmerga liefern

Deutschland hatte vor einer Woche seine Hilfe im Kampf gegen den IS ausgeweitet. Die Bundeswehr liefert den Kurden im Nordirak weitere Waffen, Ausrüstung und Verbandmaterial, um sie zu unterstützen. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums liefert Deutschland den Kurden unter anderem 500 Panzerabwehr-Raketen des Typs Milan und 30 Abschussgeräte dafür. Außerdem sollen den Peschmerga 200 Panzerfäuste mit 2400 Schuss Munition, 4000 ältere Sturmgewehre des Typs G3 mit zwei Millionen Schuss Munition sowie zehn Maschinengewehre und 10.000 Handgranaten geschickt werden.

Vor den Waffen sollen nach Angaben des Ministeriums allerdings andere Ausrüstungsgüter geliefert werden. Darunter sind jeweils zehn gepanzerte Patrouillenfahrzeuge und Sanitäts-Unimogs, Verbandmaterial sowie Kleidung für 6000 Kämpfer. Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung kam von den Grünen. "Der Verbleib der bereits von Deutschland gelieferten Waffen ist der Bundesregierung selbst unklar", monierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter.