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Libyen:Islamistengruppe Ansar al-Scharia löst sich auf

Ein Panzer der Nationalen Libyschen Armee im Gefecht gegen dschihadistische Milizen in Bengasi.

(Foto: AFP)
  • Die Islamistengruppe Ansar al-Scharia in Libyen hat ihre Selbstauflösung bekanntgegeben.
  • Sie habe in Kämpfen um die Macht in der Region schwere Verluste erlitten, heißt es in einer Erklärung.
  • Die Organisation soll hinter dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi stehen, bei dem 2012 der US-Botschafter Christopher Stevens getötet wurde.

Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Islamistengruppe Ansar al-Scharia in Libyen hat in einer ungewöhnlichen Mitteilung ihre sofortige Auflösung angekündigt. Die rund um die Hafenstadt Bengasi operierende Gruppe habe zuletzt in Kämpfen um die Macht in der Region schwere Verluste erlitten, hieß es in der im Internet verbreiteten Erklärung.

Ansar al-Scharia bedeutet auf Arabisch "Anhänger des islamischen Gesetzes". Die Gruppe wird von den Vereinten Nationen als Terror-Organisation eingestuft. Ansar al-Scharia stand nach Erkenntnissen der USA auch hinter dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi, bei dem 2012 der US-Botschafter Christopher Stevens getötet wurde.

Seit dem Sturz des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Staat. Gaddafis Tod hat ein Machtvakuum hinterlassen, in dem sich viele rivalisierende Milizen - darunter auch Ansar al-Scharia - ausbreiten konnten. Bis heute kämpfen verschiedene Gruppen um die Macht im Land.

© SZ.de/dpa/doer/fehu
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