Sloweniens Premierminister Marjan Šarec spielt mit dem nuklearen Feuer. "Wir müssen alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, um mit dem Bau eines zweiten Blocks zu beginnen, denn wir brauchen in Zukunft mehr Energie", sagte er in der vorigen Woche bei einem Besuch des heimischen Kernkraftwerks Krško. Seitdem erhitzen sich in Österreich die Gemüter von Politikern aller Couleur, die gegen die atomaren Ausbaupläne protestieren. Die größte Gefahr wird darin gesehen, dass das nur gut hundert Kilometer von der Grenze entfernte Kraftwerk in einem erdbebengefährdeten Gebiet liegt. Die Wiener Einwände aber konterte Šarec provokant: "Wenn Österreich im Dunkeln sitzt, wird nicht gefragt werden, woher der Strom kommt, sondern man wird froh sein, welchen zu haben."
AtomkraftWiderstand gegen "tickende Zeitbombe"
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Im slowenisch-kroatischen Kernkraftwerk Krško, das nur hundert Kilometer hinter der Grenze zu Österreich steht, soll ein neuer Reaktorblock gebaut werden. Dagegen protestieren in Wien Politiker aller Parteien.
Von Peter Münch, Wien