Krieg in LibyenHoffnung, Angst und ein bizarrer Auftritt

Für viele war es eine Nacht des Triumphs, andere gedachten ihrer toten Angehörigen. Doch die Abrechnung mit Gaddafi kam zu früh: Das Regime zeigte sich widerstandsfähig, um die Residenz des Machthabers entbrannten Gefechte. Und ein Auftritt des Gaddafi-Sohns schürte die Angst.

Für viele war es eine Nacht des Triumphs, andere gedachten ihrer toten Angehörigen. Doch die Abrechnung mit Gaddafi kam zu früh: Das Regime zeigte sich widerstandsbereit, um die Residenz des Machthabers entbrannten Gefechte. Und ein Auftritt des Gaddafi-Sohns schürte die Angst.

In Libyen gingen in der Nacht zum Mittwoch Hunderte Menschen auf die Straße, um den Einzug der Rebellen in die Hauptstadt Tripolis zu feiern. Die 42 Jahre andauernde Herrschaft des Machthabers Muammar al-Gaddafi schien beendet, die Freude war groß. In dieser Szene zeigen junge Frauen in der Rebellenhochburg Bengasi das Victory-Zeichen. Doch der Siegesjubel war verfrüht: Von dem Machthaber fehlt weiterhin jede Spur. Und seine Familie präsentiert sich noch immer siegesgewiss.

Bild: REUTERS 23. August 2011, 13:062011-08-23 13:06:46 © sueddeutsche.de/maza/mikö