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Konferenz in Kabul:"Deutschland könnte viel mehr tun in Afghanistan"

Treffen der Mächtigen in Kabul: Stefan Kornelius, SZ-Ressortleiter Außenpolitik, über die Bedeutung der Afghanistan-Konferenz, den Rückzug ausländischer Soldaten - und Westerwelles Afghanistan-Politik.

Die internationale Staatengemeinschaft bereitet den Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan vor: An diesem Dienstag kamen in der Hauptstadt Kabul mehr als 40 Außenminister sowie Vertreter internationaler Organisationen mit der afghanischen Regierung zusammen, um dafür konkrete Zwischenschritte zu vereinbaren. Ziel ist es, die ausländischen Truppen von 2011 an zu reduzieren. Ende 2014 sollen die Afghanen selbst für ihre Sicherheit sorgen können. Auch Karsais Plan zur Wiedereingliederung gemäßigter Taliban wurde auf der Konferenz unterstützt. Die afghanische Regierung hatte das Treffen schon im Vorfeld als "historisch" bezeichnet, da erstmals seit dem Sturz der Taliban auf afghanischem Boden in so großer Runde über neue Entwicklungen in dem vom Krieg gebeutelten Land gesprochen wurde - und über gemeinsame politische Ziele. Deutschland wurde bei der Konferenz von Außenminister Guido Westerwelle vertreten.

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Konferenz in Kabul

„Deutschland könnte viel mehr tun in Afghanistan“

Afghanistan-Konferenz in Kabul: Stefan Kornelius, SZ-Ressortleiter Außenpolitik, über die Bedeutung des Treffens, den Rückzug ausländischer Soldaten - und die Afghanistan-Politik von Außenminister Westerwelle.

Stefan Kornelius, Ressortleiter Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Lage am Hindukusch. Zuletzt erschien von ihm das Buch "Der unerklärte Krieg. Deutschlands Selbstbetrug in Afghanistan".

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