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Kommunen - Magdeburg:Gemeindebund rechnet mit 500 Millionen Euro Corona-Einbußen

Deutschland
Euro-Banknoten. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Corona-Krise kostet die Kommunen in Sachsen-Anhalt nach Berechnungen des Städte- und Gemeindebunds allein in diesem Jahr rund 500 Millionen Euro. "Das ist ein ganz schöner Batzen", sagte Landesgeschäftsführer Jürgen Leindecker der Deutschen Presse-Agentur. Durch die Krise würden neben Steuern auch Einnahmen wie Eintrittserlöse in kommunalen Einrichtungen wegfallen.

Die ohnehin klammen Kommunen stünden dadurch vor schweren Herausforderungen, sagte Leindecker. "Wir sind ja ohnehin auf Kante genäht und müssen nun dringend mit dem Land verhandeln." Er wisse jedoch auch, dass die Krise auch die Landesregierung viel Geld koste. Hilfreich sei gewesen, dass für Dezember vorgesehene Zahlungen aus dem Finanzausgleichgesetz nun schon im Mai gezahlt werden, betonte Leindecker.

Heute hat der Gemeindebund gemeinsam mit dem Landkreistag zu einer Pressekonferenz geladen. Der Anlass: Gemeindebunds-Präsident Lutz Trümper (SPD) und der Präsident des Landkreistages Sachsen-Anhalt, Michael Ziche (CDU), sollen dabei Bilanz über 30 Jahre kommunale Selbstverwaltung ziehen. Am 6. Mai 1990 hatte es - damals noch in der DDR - die ersten freien Kommunalwahlen im heutigen Sachsen-Anhalt gegeben.

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