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Kommunen - Gera:Am 11. August ist in Gera "Bauhaus-Tag"

Gera (dpa/th) - Mit einem "Bauhaus-Tag" feiert Gera am 11. August die Tradition der Weimarer und Dessauer Schule, die sich in zahlreichen Gebäuden der Stadt niederschlägt. "In Weimar und Dessau wurde studiert, in Gera gebaut", sagte Initiator Heinz Roeske am Montag vor Journalisten. Als die ostthüringische Kommune als aufstrebende Industriemetropole Anfang der 1920er Jahre reich wurde, entstanden hier zahlreiche Bauten, die dem Gedanken des Bauhauses folgten. Architekt Walter Gropius gründete das Staatliche Bauhaus vor 100 Jahren in Weimar als Gestaltungsschule neuen Typs.

Am "Bauhaus-Tag" beteiligen sich neben der Stadt Gera auch die Tourismusverbände Weimarer Land und Saaleland (Sachsen-Anhalt) sowie die Kulturfabrik Eisenberg und das Lindenau-Museum Altenburg. Mit einem Bus-Shuttle können den ganzen Tag repräsentative Bauten aus der Bauhaus-Epoche angefahren werden.

An einigen der angefahrenen Stationen können die Gebäude an diesem Tag sogar von innen besichtigt werden. Dazu zählt auch eine Wohnung in einem Wohnkomplex, der einst nach den Gesichtspunkten des modernen Siedlungsbaus entstand. Geöffnet ist auch das Gebäude der Sparkasse Gera-Greiz, das Ende der 1920er Jahre vom Berliner Architekten Hans Brandt entworfen wurde. Aus 34 Metern Höhe ist von dort ein Blick über die Stadt möglich.

Mit dem "Bauhaus-Tag" soll den Organisatoren zufolge die bedeutende Bauhaus-Architektur in Gera auch über die Region hinaus bekannt gemacht werden. Die Schirmherrschaft hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übernommen, der gemeinsam mit Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) auch die Eröffnung vornimmt.