Justiz "Man flüchtet sich in eine scheinbare Autorität"

Ulrich Maidowski, 59, ist seit 2014 am Bundesverfassungsgericht. Dort ist er für das Asylrecht zuständig.

(Foto: dpa)

Gerade Richtern kann es schwerfallen, Fehler zuzugeben. Ulrich Maidowski, Verfassungsrichter in Karlsruhe, spricht über eine neue Nachdenklichkeit in der Justiz und warum auch Rollenspiele zur Ausbildung gehören.

Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe

Einem populären Vorurteil zufolge tun sich Juristen und ganz besonders Richter schwer im Umgang mit eigenen Fehlern. Stimmt das eigentlich? Im Vorfeld des an diesem Mittwoch beginnenden 69. Deutschen Anwaltstags, der sich in Mannheim drei Tage lang dem Thema "Fehlerkultur in der Rechtspflege" widmet, spricht Ulrich Maidowski, Richter am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, über altes Autoritätsgehabe und neue Nachdenklichkeit in der Justiz. Und darüber, dass - was man als falsch empfindet - nicht gleich ein Fehlurteil sein muss.

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