Hamburg:Grab von Helmut und Loki Schmidt mit Hakenkreuzen beschmiert

Hamburg: Die Hakenkreuz-Schmierereien am Grab von Helmut und Loki Schmidt sind nach Polizeiangaben schnell entfernt worden.

Die Hakenkreuz-Schmierereien am Grab von Helmut und Loki Schmidt sind nach Polizeiangaben schnell entfernt worden.

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar, die Ermittlungen laufen. Der frühere Bundeskanzler wäre an diesem Samstag 105 Jahre alt geworden.

Unbekannte haben am Freitagabend das Grab des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt und seiner Frau Loki auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf mit Hakenkreuzen beschmiert.

Hintergründe zur Tat oder zur Identität des Täters oder der Täter sind bislang unklar, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte. Die Verunreinigung sei schnell entfernt worden. Es ermittelt der Staatsschutz.

An diesem Samstag wäre Helmut Schmidt 105 Jahre alt geworden.

Hamburg: Der damalige Bundeskanzler und seine Frau im Jahr 1981 im Urlaub am Strand von Florida.

Der damalige Bundeskanzler und seine Frau im Jahr 1981 im Urlaub am Strand von Florida.

(Foto: PEARSON/AP)

Er wurde am 23. Dezember 1918 geboren und starb am 10. November 2015. Von 1974 bis 1982 war der SPD-Politiker Bundeskanzler. Hannelore "Loki" Schmidt lebte von 1919 bis 2010. Das Paar war 68 Jahre lang verheiratet. Seine letzte Ruhestätte ist eines von mehreren Prominentengräbern auf dem Friedhof im Hamburger Nordosten.

Die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung, die Helmut und Loki Schmidt-Stiftung und die Loki Schmidt Stiftung verurteilten die Grabschändung in einer gemeinsamen Stellungnahme. Darin heißt es: "Den Grabstein von Loki und Helmut Schmidt mit Hakenkreuzen zu beschmieren stellt in mehrfacher Hinsicht eine Straftat dar. Vor allem jedoch ist dieser geistlose Vandalismus ein massiver Versuch, das Andenken der beiden zu beschädigen (...). Sowohl Loki als auch Helmut Schmidt haben sich stets für Freiheit, Demokratie und Völkerverständigung eingesetzt. Menschenverachtende Gewaltherrschaft und Antisemitismus lehnten sie entschieden ab."

Ähnlich äußerte sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser. "Was für eine abscheuliche und geschichtsvergessene Tat", schrieb die SPD-Politikerin auf der Plattform X. "Helmut und Loki Schmidt standen immer gegen Menschenverachtung, Rassismus und Antisemitismus ein - im Bewusstsein unserer Geschichte."

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