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G-20-Gipfel:So hat die Polizei die Demonstranten gestoppt

Eindrücke im 360-Grad-Video.

Die Polizei hatte die ursprüngliche Demonstration unter dem Motto "Welcome to Hell" am Donnerstagabend bereits nach wenigen Hundert Metern gestoppt. Etwa tausend Demonstranten formierten den Demo-Zug nach Polizeiangaben später neu und zogen auf der ursprünglichen Route weiter. Rund um das besetzte Theater Rote Flora kam es bis in die Morgenstunden zu Krawallen und Ausschreitungen.

Unser Video-Reporter war bei der Demonstration dabei. Im 360-Grad-Video ist manches zu sehen, was sonst vielleicht nicht aufgenommen worden wäre, weil die Kameras gerade nicht dorthin schauen, wo es passiert. Zu sehen ist, wie die Polizeibeamten den Protestzug stoppen, während ein Aktivist die Polizei per Megafon auffordert, "ihre Attacken gegen die angemeldete Demonstration einzustellen". Manche Protestierenden ziehen sich zurück, aber dann fliegen die ersten Gegenstände auf die Polizisten. So hebt einer der Vermummten eine dünne Stange vom Boden auf, zerbricht sie und wirft sie auf die Beamten.

Die Polizei begründete den Stopp des Protestzugs damit, dass sich etwa 1000 Vermummte aus dem Schwarzen Block weigerten, ihre Vermummung abzulegen. Wie es zur Eskalation kam, welchen Anteil Sicherheitskräfte und welchen die Gipfelgegner daran hatten, dürfte noch reichlich Stoff für Diskussionen bieten.